Wissenschaftliche Erläuterung
Auf einer Platte fixiert, befindet sich ein Stuhl. Unter diesem befinden sich wiederum 24 große Wasserspender prall gefüllt mit je sieben Litern Wasser und Druckluft. Der Astronaut wird zu beiden Seiten in einen Gurt ähnlich dem eines Bergsteigers eingeklinkt, so dass nichts passieren kann.
Die Flaschenöffnungen werden mit Gummistopfen verschlossen, die durchbohrt sind. In diesen Bohrungen befindet sich jeweils ein Röhrchen mit einem Ventil, durch das die Luft gepumpt wird. Solange die Flasche geschlossen bleibt, ist der Innendruck höher als der Außendruck. Sobald sich irgendwo eine Öffnung befindet, ändern sich die Druckverhältnisse. Der Inhalt des Behälters wird durch die Öffnung nach außen gedrückt und der Behälter bewegt sich nun in die entgegen gesetzte Richtung zur Öffnung, da der Druck auf der Seite mit der Öffnung jetzt kleiner ist als der, der auf die geschlossene Seite wirkt.
Es kommt auf das richtige Verhältnis zwischen Wasser und Luft an. Die zusammengepresste Luft liefert die Energie, damit das Wasser mit großem Schwung davon geschleudert wird. Wenn sich in der Flasche zu wenig gepresste Luft befindet, wird das Wasser langsamer ausgestoßen. Wenn sich aber zu wenig Wasser in der Flasche befindet, ist zu wenig Masse vorhanden, was zu weniger Schwung führt. Erhöht man den Druck, so vergrößert sich auch die Geschwindigkeit.
Auch hier kommt wie bei dem Experiment Wasser hebt Auto - das Rückstoßprinzip zum Tragen. Durch den Rückstoß wird die Rakete mit der gleichen Kraft nach vorn beschleunigt, mit der das Antriebsmedium, hier Wasser, nach hinten ausgestoßen wird. Das ausströmende Wasser ist für den Rückstoß verantwortlich, während die komprimierte Luft (Pressluft) dafür sorgt, dass das Wasser mit höchstmöglicher Geschwindigkeit herausströmt. Man nennt dies auch das dritte Newtonsche Axiom Actio gleich Reactio, also Kraft gleich Gegenkraft. Dieses Reaktionsgesetz bildet die Grundlage für das Rückstoßprinzip und damit für den Raketenantrieb.