Das "Clever" - Wissensbuch

Die wissenschaftlichen Erläuterungen aus Sendung 34

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1. Schweißbrennen unter Wasser

Frage: Wie kann man unter Wasser schweißbrennen?

Kurzerläuterung: Unter Wasser wird das so genannte „Lichtbogenbrennen“ praktiziert, ein elektrischer Kurzschluss, der mit Sauerstoff befeuert wird und dadurch sehr hohe Temperaturen erreichen kann.

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Wissenschaftliche Erläuterung

Im Gegensatz zum Schweißen, bei dem Teile zusammengefügt werden, wird das Schweißbrennen vornehmlich destruktiv eingesetzt. Unter Wasser kann man damit z.B. im Hafenbecken Leitern von Mauern lösen. Des Weiteren kommt die Technik bei Arbeiten an Schiffsrümpfen, Brücken oder Bohrinseln zum Einsatz. Während beim Schweißbrennen an Land durch ein Gas (Propan oder Acetylen) die Flamme auf etwa 4000° C erhitzt wird, was die zu bearbeitenden Materialien einfach schmelzen lässt, muss man beim Schweißbrennen unter Wasser einen anderen Weg gehen, weil man ja nicht einfach Gas entzünden kann: Es wird vielmehr zwischen dem Werkstoff und dem Schweißgerät ein Stromkreis geschlossen. Der Werkstoff ist der Minuspol und die verwendete Hohlstab-Elektrode aus Magnesium der Pluspol. Führt man diese beiden zusammen, entsteht ein Kurzschluss – der „Lichtbogen“, eine eindrucksvolle Leuchterscheinung. Durch die Hohlstabelektrode wird nun reiner Sauerstoff mit einem Druck von 5 – 7 bar geblasen, der die Verbrennung intensiviert. Es werden Temperaturen von bis zu 5500 Grad Celsius erreicht, die das Metall zum Schmelzen bringt.

 

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