Wissenschaftliche Erläuterung
Bei Clever ging es darum, das oft gehörte Vorurteil Frauen können nicht einparken! mal genauer zu untersuchen. Deswegen durften 50 Frauen und 50 Männer ihre Einparkfähigkeiten unter Beweis stellen. Erstaunlicherweise hat sich gezeigt, dass es beim Einparken gar keinen geschlechtsspezifischen Unterschied gibt. Das heißt, Frau und Mann können gleich gut einparken.
Auch wenn das Vorurteil Frauen können nicht einparken! oftmals mit dem besseren räumlichen Vorstellungsvermögen der Männer begründet wird, gibt es bis heute keine fundierten wissenschaftlichen Studien, die belegen, dass das tatsächlich schlechtere räumliche Vorstellungsvermögen Frauen zu schlechteren Einparkern macht. Auch Fahrlehrer können dieses Vorurteil mittlerweile nicht mehr bestätigen. Sicherlich war es früher der Fall, dass Frauen aufgrund der geringeren Fahrpraxis auch schlechter einparken konnten. Früher war Autofahren eben eine Männerdomäne. Doch heute ist das anders. Laut Landesverband bayerischer Fahrlehrer gibt es heute keine signifikanten Unterschiede mehr was das Einparken betrifft.
Tatsache ist jedoch, dass Frauen sich selbst als die schlechteren Einparker einschätzen. So hat eine Umfrage der Zeitschrift Auto Bild und der Axa- Versicherung ergeben, dass Frauen sich einfach weniger zutrauen. Bei einer im Jahre 2003 durchgeführten Studie behaupteten nur 73 0er befragten Frauen, dass sie mit dem Rückwärtseinparken kein Problem hätten, während es bei den Männern 85% waren. Der Grund für die schlechtere Selbsteinschätzung der Frauen liegt wohl zum einen daran, dass Frauen generell weniger Fahrpraxis haben als Männer und sich deshalb einfach weniger zutrauen. Zum anderen definieren sie sich weniger über das Autofahren als Männer. Bei den Männern ist Autofahren öfter ein Kräftemessen: Wer fährt besser, wer ist schneller? Solche Dinge sind für Männer nicht selten ein wichtiger Bestandteil ihres Selbstbildes. Für Frauen stehen die allgemeine Mobilität und das sichere Vorwärtskommen ohne Konflikte stärker im Vordergrund. Sie fühlen sich deshalb eben auch von schwierigen Parklücken nicht so sehr herausgefordert und nutzen sie nur dann, wenn es keine anderen gibt.