Wissenschaftliche Erläuterung
Viele kennen bestimmt das Phänomen: Wenn man bei voller Fahrt seinen Kopf aus dem Seitenfenster eines Autos hält und der Wind ins Gesicht peitscht, dann fällt das Atmen plötzlich schwer. Strömt der Wind von vorne, gelangt er direkt auf Mund und Nase. Die Luft fließt wie automatisch in die Lunge. Anders ist das bei Seitenwind. Dann weicht aufgrund des Bernoulli-Effekts die Luft dem Kopf aus und strömt so am Gesicht vorbei. Dadurch entsteht ein Bereich mit Unterdruck genau vor dem Mund, und die Luft wird durch den Unterdruck aus dem Mund heraus gesogen. Somit ist es am schwersten zu atmen, wenn man den Kopf seitlich zum Wind hält. Von hinten, bereitet der Wind am wenigsten Probleme beim Atmen. Man kann bei Sturm deshalb auch oft beobachten, dass Menschen ihren Körper vom Wind weg drehen und mit dem Rücken zum Wind stehen, denn dann sind die Strömungseffekte am geringsten.