Michael Kessler

Geboren 1967 in Wiesbaden; Diplom Schauspielschule Bochum 1988; seit 1985 Theaterschauspieler u.a. in Mannheim, Zürich, Berlin; Filmdebüt „Manta Manta“ (1991); Mitglied des „Wochenshow“- und „Switch“-Ensembles; „Schillerstraße“ (seit 2004); Autor: „Switch Reloaded“, „Kesslers Knigge“, „Berliner Nachttaxe“; diverse Hörspiele; Deutscher Comedypreis, Deutscher Fernsehpreis und „Romy“ für „Switch Reloaded“; Deutscher Comedypreis als „Bester Schauspieler“; Platz drei der deutschen „Twitter“-Charts

© Sat1 - Ralf Juergens
© Sat1 - Ralf Juergens
© Sat1 - Ralf Juergens

„WIR LIEFERN DIE POINTE SOFORT“

Interview mit Michael Kessler

Welche zehn Fragen sollte man einem renommierten Comedian wie Ihnen im Interview nicht stellen?

Eine ist sicherlich: „Sind Sie der, der sich in ‚Manta Manta’ in die Stiefel gepinkelt hat?“

Oder: Gibt es Themen, über die Sie keine Witze machen würden?

Absolut. Wenn ich bei „Switch Reloaded“ als Hitler auftrete, passen wir sehr auf, was Themen und Texte angeht. Bei „Kesslers Knigge“ geht es aber um extreme Reaktionen in normalen Alltags-Momenten. Und da lassen wir keinen Fettnapf aus!

Wie viel Michael Kessler steckt in dem Format?

Ich habe mich sowohl an der Entwicklung als auch an den Büchern beteiligt, weil ich nach einem Format gesucht habe, das in seiner Form und in seinem Inhalt neu ist. Ich wollte weder den klassischen Stand-up noch den abgegriffenen Sketch, der nach zähen vier Minuten in einer absehbaren Pointe endet. Wir überraschen mit Pointen im Sekundentakt.

Wie anstrengend war diese hohe Frequenz für Sie als Protagonist?

Wir haben ca. 1100 Gags produziert – also etwa 30 Gags pro Tag. Danach war ich reif für die Kur und Reha. Wir verzichten bewusst auf Bärte, Bäuche und Brillen, um Situation und Komik glaubwürdig und real zu halten. Kessler schlüpft nicht in verschiedene Figuren, sondern in verschiedene Situationen und macht alles falsch, was man nur falsch machen kann.

Bei aller Abwechslung tauchen einige Figuren immer wieder auf – zum Beispiel der Ork von Draenor. In welcher Galaxie haben Sie diesen urigen Zeitgenossen aufgegabelt?

Die Figur ist virtuell und entstammt dem Computer-Megahit „World of Warcraft“. Wir zeigen was passiert, wenn Otto Normalspieler Virtualität und Realität verwechselt. Merke: Triff dich nie mit einer Frau im Ork-Outfit!

Der Fokus liegt in allen Szenen klar auf Ihnen. Wie war das für Sie und Ihre Mitspieler?

Unsere Devise lautet ja: Weniger ist mehr! Kein Satz und keine Geste zu viel, der Schnitt erfolgt immer vor der Reaktion meiner Mitspieler. Insofern war das sicherlich hart für meine Kollegen, vor allem für Christine Sommer, die meist meine Partnerin spielt. Aber ich denke, die Mühe hat sich gelohnt.

 

1 von 2

weiter lesen >
Artikel bookmarken bei:
del.icio.us Folkd Furl Linkarena Mister Wong Webnews YiGG MySpace facebook
Achtung, du befindest dich auf einer Archiv-Seite. Diese Sendung wird zur Zeit nicht ausgestrahlt.
Hier geht es zum aktuellen TV-Programm.