Der Feind in meinem Leben

„Ein wildfremder Mensch dringt in ihr Leben ein.“

Interview: Drehbuchautor und Regisseur Bernd Böhlich

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© Conny Klein/Sat.1

Katarina Witt und Sie kennen sich schon lange. Wann und wie haben Sie sich kennengelernt?

Bernd Böhlich: "Mitte der 80er Jahre: Ich fand Eiskunstlauf als Verbindung von Sport und Kunst faszinierend und niemand anders als Katarina Witt hat diese Symbiose perfekt verkörpert — bis heute."

Katarina Witt hatte vor Jahren ein reales Stalking-Erlebnis. Sind diese wahren Erlebnisse mit in Ihr Drehbuch eingeflossen?

Bernd Böhlich: "Die Anregung kam von Katarina, die ja erleben musste, dass ein wildfremder Mensch in ihr Leben eindringt. Allerdings haben wir uns schnell von der Idee verabschiedet, den realen Fall nachzustellen. Trotzdem sind Katarinas Erfahrungen aus dieser Zeit in das Drehbuch eingeflossen, ihre Ängste, ihre Verzweiflung, ihre Worte."

Wie war Ihre Zusammenarbeit mit Katarina Witt?

Bernd Böhlich: "Für Katarina Witt ist Professionalität das Maß der Dinge. Sie hat sich wochenlang auf diesen Film vorbereitet: sportlich in einer Eishalle, künstlerisch mit einer erfahrenen Schauspielerin. Das bewundere ich an ihr: Dass sie sich trotz ihres Ruhms neugierig und völlig uneitel neuen Herausforderungen stellt."

Hinter der harmlosen Maske von Breiler verbirgt sich ein Mann, der seine Obsessionen nicht in den Griff bekommt. Matthias Koeberlin spielt diese Rolle brillant. Wie schwer oder leicht war es für Sie, ihn in dieser Rolle zu führen?

Bernd Böhlich: "Die Arbeit mit Mattias Koeberlin war ein Geschenk für mich, weil wir uns fast wortlos verstanden haben. Er hatte seine Rolle so verinnerlicht, dass ich nur staunen konnte, wie er alle Facetten des Drehbuches gespielt hat."

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