Der SAT.1 FILMFILM

"Wir haben viel gelacht..."

Interview: Lisa Maria Potthoff

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Lisa Maria Potthoff, was hat Sie dazu bewogen, bei "Achtung Polizei!" mitzuspielen?

Lisa Maria Potthoff: "Ich mochte das Drehbuch: mehr oder weniger ein Setting, ein Spieltag, zwei Männer, eine Frau. Drumherum das Chaos. Die Dialoge mit ihrer Komik fand ich super. Ich hab sofort Lust gehabt mitzuspielen." 

Sie standen zum ersten Mal mit Christoph Maria Herbst vor der Kamera. Wie war's?

Lisa Maria Potthoff: "Es ist wirklich, wie alle sagen: Er ist ein Arschloch. Kollegensau. Untalentiert. Und kein bisschen komisch. Das ist natürlich nicht wahr. Es war sehr angenehm. Wir haben viel gelacht."

Sie müssen in "Achtung Polizei!" als Polizistin mit durchgeknallten Kölner Jecken fertig werden. Wie ist Ihre Devise beim Karneval: flüchten oder feiern?

Lisa Maria Potthoff: "Da ich in Berlin lebe, der Stadt mit einer äußerst miesen Karnevalskultur, stellt sich mir die Frage nicht wirklich. Sonst würde ich aber eher flüchten. Es ist wie bei vielen Großveranstaltungen: Ich denke, 'ach, warum nicht?' Und dann stehe ich da inmitten dieser aufgekratzten Menschenmasse und frage mich: Warum zur Hölle habe ich mir das angetan?"

Welches Kostüm hatten Sie als Kind am liebsten an?

Lisa Maria Potthoff: "Meine Eltern hatten eine große Kiste mit Tüchern. Mit denen haben wir uns verkleidet und gespielt, wir seien Araber."

Carla ist Revierleiterin und hat als Polizistin während der Karnevalszeit viel zu tun. Könnten Sie sich vorstellen, als Polizistin in einer solchen Umgebung zu arbeiten?

Lisa Maria Potthoff: "Eher nicht. Lauter besoffene, zwanghaft fröhliche Menschen um mich herum, während man Versucht, den Überblick zu bewahren – anstrengend. Ich hab für einen Film mal zwei Tage Praktikum bei der bayerischen Polizei gemacht. Das Schlimmste da war die Langeweile. Wir sind ein Mal mit Blaulicht gefahren: Ein alter Weihnachtsbaum war auf eine Kreuzung geweht worden."

Im Film folgt eine skurrile Szene der nächsten. Gab es beim Dreh ein besonders kurioses Erlebnis zwischen all‘ den durchgeknallten Faschingsnarren?

Lisa Maria Potthoff: "Ach, es gab viele kleine lustige Momente. So etwas nachzuerzählen, ist aber immer schwierig. Ein komischer Moment war sicher, als Christoph und ich den Text einer Szene durchgegangen sind, ein Streit zwischen Carla und Rick. Ich habe Christoph aus Versehen mit dem Namen meines Mannes angesprochen. Das fand Christoph tiefenpsychologisch natürlich tooootal spannend. Was selbstverständlich Quatsch ist. Ich streite nie mit meinem Mann."

In "Achtung Polizei!" müssen Sie mit zwei Ex-Freunden klarkommen. Was halten Sie davon, alte Liebe neu aufleben zu lassen?

Lisa Maria Potthoff: "Dagegen ist doch grundsätzlich nichts zu sagen, oder? Ich habe allerdings keine Erfahrung darin."

Ihre Ex-Freunde Rick und Kersten im Film könnten unterschiedlicher nicht sein: Rick ist der Frauen-Versteher, Kersten der Macho-Typ. Welcher Typ Mann liegt Ihnen eher?

Lisa Maria Potthoff: "Hauptsache, er ist schön. Die inneren Werte sind mir scheißegal. Okay, also im Ernst: Wir Frauen haben da ja bekanntermaßen ein großes Problem: Es darf nicht zu viel von dem einen oder anderen sein. Genau in diesem Konflikt ist Carla. Kersten ist eher das Arschloch, das ihr nicht guttut, aber dem sie ewig nachhing und der sie jetzt schon wieder durcheinanderbringt. Obwohl sie sich geschworen hat, dass das nie wieder passiert. Jede Frau hat einen Kersten in ihrem Leben. Und dann ist da dieser Rick. Der ideale Mann, um zu heiraten und glücklich zu werden. Wenn da eben nicht dieser Kersten wär ..."

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