Der SAT.1 FILMFILM

"Ich habe irgendeine Phobie gegen diese klinisch weißen Räume."

Im Interview: Nina Gummich

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© Â© SAT.1/ Hardy Spitz

Sie spielen nun seit 2005 in der "Allein unter …"-Reihe Haralds Tochter Marla. Was bedeutet diese Rolle für Ihre Karriere?

Nina Gummich: "Diese Frage kann ich Ihnen leider nicht eindeutig beantworten, da ich gerade bemerke, dass der Begriff 'Karriere machen' mir total fremd ist. Ich habe bei meinen Arbeiten noch nie darüber nachgedacht, demnächst 'aufzusteigen' oder gar berühmt zu werden. Was mich interessiert, sind wertvolle Arbeiten und eine solche habe ich beispielsweise in den 'Allein unter...'-Projekten gefunden. Darüber bin ich sehr froh, dass kann ich aus vollem Herzen sagen. Was sich daraus ergeben könnte, werden wir sehen ..."

Für Ihre schauspielerische Leistung in "Allein unter Schülern" haben Sie 2010 den Nachwuchspreis des Bayerischen Fernsehpreises erhalten. Was bedeutet Ihnen diese Auszeichnung?

Nina Gummich: "Diese Auszeichnung bedeutet mir sehr viel, vor allem, weil sie ganz unerwartet kam und ich es im deutschen Fernsehen als eine Seltenheit empfinde, dass jemand für eine komödiantische Leistung ausgezeichnet wird. Obwohl ich die Komödie sowohl in Film- und Fernsehen, als auch auf der Bühne für eine der schwersten Formen überhaupt halte, denn: 'Jede Komödie ist immer nur ein Ausschnitt einer größeren Tragödie.'"

Als schwerkranke Marla spielen Sie in "Allein unter Ärzten" erneut sehr überzeugend. Wie haben Sie sich auf diese Rolle vorbereitet?

Nina Gummich: "Ich habe mir eine Woche Urlaub genommen, das Drehbuch mehrmals gelesen, daran gearbeitet und meinen Text gelernt, der Rest ergab sich mit meinen wundervollen Kollegen bei den Dreharbeiten. Zum Glück kennen wir uns inzwischen so gut, dass wir sehr spontan und vertrauensvoll aufeinander reagieren können."

Wie spielt es sich mit einem so erfahrenden Kollegen wie Hannes Jaenicke?

Nina Gummich: "Mit Hannes zu spielen funktioniert wunderbar. Wir kennen uns seit nunmehr 15 Jahren und das merken wir bei der Arbeit auch. Wir vertrauen uns, schreiben Texte um, korrigieren uns sogar gegenseitig, ohne dass Eitelkeit dabei irgendeine Rolle spielt. So ein Arbeiten ist wirklich sehr schön für beide Seiten. Hoffe ich. Weiß ich."

Zum Start des Films sollten wir alle Taschentücher bereit legen. Warum ist der Film für Sie trotz vieler ergreifender Momente eine Komödie?

Nina Gummich: "Zur Komödie wird der Film, durch all die Schauspieler, die in dem Film außerdem noch mitspielen. Unter anderem durch meine Familie, in der alle Mitglieder auf ihre ganz eigene, komische Art und Weise mit dem Thema 'Krankheit und Tod' umgehen."

Harald sagt im Film, dass er 'nie im Leben jemanden von seiner Familie aufgeben werde'. Wie viel Vater braucht Tochter in einer solchen Situation? Wie würden Sie reagieren, wenn Ihr Vater mit ins 'Mutter-Kind-Zimmer' im Krankenhaus ziehen würde?

Nina Gummich: "Ich würde meinen Vater in einer solchen Situation sehr brauchen und wenn er zu mir ins Zimmer ziehen würde (was nicht unwahrscheinlich ist), würde ich mich freuen. Am Schlimmsten ist für mich der Gedanke, allein oder mit leidendem Mit-Patienten den Tag zu verbringen."

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