Der SAT.1 FILMFILM

"Mir ist es wichtig, authentisch zu sein und mich nicht zu verstellen."

Im Interview: Oliver Pocher

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Im SAT.1-Film "Der Weihnachtskrieg" sind Sie als gemeiner Kita-Chef zu sehen. Was hat Sie dazu veranlasst, ausgerechnet ihn zu spielen?

Oliver Pocher: "Mir macht es grundsätzlich Spaß zu überraschen und irgendwie gefiel mir der Gedanke, die Figur des Kitaleiters Herrn Herder zu spielen. Nicht unbedingt ein Beruf, mit dem die Zuschauer mich direkt in Verbindung bringen würden."

Gab es eine Szene im Film, die Ihnen besonders viel Spaß gemacht hat?

Oliver Pocher: "So genau kann ich das nicht sagen. Die Szenen an der Essensausgabe des DRK waren lustig. Ebenso die Szenen, in denen ich einen der Protagonisten angestachelt habe, als Macho aufzutreten. Es gab wirklich viele gute Momente!"

Kitaplätze in Deutschland sind heißbegehrt. Glauben Sie, es gibt mehr Eltern vom Schlag der Achenbachs und Wielands, als man denkt?

Oliver Pocher: "Natürlich ist die Situation bzw. sind die Charaktere überzeichnet dargestellt. Aber gerade uns Deutschen sagt man ja nach, gerne in Nachbars Garten zu schauen – mein Haus, mein Auto, mein Kitaplatz ..."

Wie war es für Sie, während der Dreharbeiten die Adventszeit bereits im September zu erleben?

Oliver Pocher: "Sehr skurril. Witzig ist, dass durch die Schneeoptik viele am Set plötzlich etwas gefroren haben – inklusive mir! Denn es sah trotz milder Temperaturen einfach bitterkalt aus. Und das Set war wirklich großartig: Schnee, Lichterketten, Weihnachts-bäume – ein bisschen weihnachtliche Stimmung kam da schon auf.

Auch im echten Leben werden Sie oft als Bad Boy der deutschen Comedy verstanden. Sehen Sie sich auch so?

Oliver Pocher: "Ich sage einfach meine Meinung. Damit kommt man nicht bei allen Menschen gut an. Mir ist es wichtig, authentisch zu sein und mich nicht zu verstellen."

Obwohl Sie meistens auf der (Fernseh-)Bühne zu sehen sind, haben Sie auch schon in einigen Filmen und Serien mitgewirkt. Warum sind Sie zusätzlich noch Schauspieler geworden?

Oliver Pocher: "Ich habe das Glück, dass mir hin und wieder interessante Rollen angeboten werden. Wenn ich es zeitlich einrichten kann und das Drehbuch mich überzeugt, kann ich einfach nicht widerstehen.

Was ist für Sie die größere Herausforderung: die Bühne oder das Schauspiel?

Oliver Pocher: "Aktuell die Bühne – ganz klar. Du hast nur eine Chance und musst auf dem Punkt abliefern. Kein 'Cut, wir drehen es noch mal'."

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