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"Wenn ich mit einer Frau nicht gemeinsam lachen kann, geht gar nichts."

Interview mit Pasquale Aleardi

© Christiane Pausch SAT.1

Sie spielen den wohlhabenden Reeder-Sohn Paul Ingwersen. Wie haben Sie sich auf die Rolle vorbereitet?

Pasquale Aleardi: Erst mal lese ich das Drehbuch so oft wie möglich durch und erarbeite als Allererstes die Umstände, in der meine Figur lebt. Fragen, die ich nicht beantworten kann, recherchiere ich im Internet. Meistens stellt sich dann schon ein klares Gefühl für die Rolle ein. Bei Paul war der spannendste Aspekt, dass er durch sein Reichtum verwöhnt wurde und nie wirklich gelernt hat, Verantwortung zu übernehmen. Für ihn ist erst mal "alles kein Ding", er tanzt fast schon über seine Probleme hinweg, bis er sich ihnen stellen muss. Diese Entwicklung zu spielen, hat Spaß gemacht.

Paul muss gegen seinen Willen das Reederei-Geschäft seines Vaters übernehmen. Sie haben sich damals gegen den Wunsch Ihrer Eltern, Rechtsanwalt zu werden, für die Schauspielerei entschieden. Wie schwer fiel Ihnen dieser Schritt?

Es war nicht einfach, mich gegen den Willen meiner Eltern durchzusetzen, aber ich hatte so einen klaren Drang in mir, es zumindest zu versuchen und die Schauspielprüfung zu machen. Meine Eltern konnten sich unter dem Beruf einfach nichts vorstellen und wollten damals nur das Beste für mich. Heute sind sie stolz.

Haben Sie Ihre Entscheidung jemals bereut?

Nein. Niemals. Ich liebe meinen Beruf.

Wie würden Sie nach einem One-Night-Stand reagieren, wenn die Frau schwanger werden würde?

Was mich von Paul unterscheidet ist, dass ich nicht der Typ für One-Night-Stands bin, und falls mir das mal passieren sollte, sicher nicht ungeschützt.

Frech, ehrgeizig und ein bisschen verrückt – könnte Ihnen eine Frau wie Lissie Lensen auch privat gefallen?

Na klar, eine Kombination, die nicht fehlen darf und die eine Frau für mich attraktiv macht. Wenn man nicht gemeinsam lachen kann, geht gar nichts. Mut und eine kleinen Portion Verrücktheit hält eine Beziehung lebendig. Mit Lissie Lensen kann man(n) Pferde stehlen.

Emanzipation gehört bei uns längst zum Alltag. Warum träumen so viele Frauen trotzdem noch vom klassischen Märchenprinzen?

Das eine schließt das andere doch nicht aus. Nur weil man emanzipiert ist, heißt es nicht, dass man nicht vom Märchenprinzen träumen kann. Vielleicht steckt dahinter die Sehnsucht nach Sicherheit. Vielleicht steckt das aber auch tief verwurzelt in unseren Genen. Insgeheim sehnen sich vielleicht alle nach dem absoluten Ideal, dem Besten, Schönsten, Reichsten, nach einem sorglosen Leben, inklusive Happy End.

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