Der SAT.1 FILMFILM

"Ich bin ziemlich das Gegenteil von einem Chaoten."

Oliver Wnuk im Interview

unter-umstaenden-verliebt-03-300-400-Petro-Domenigg-SAT1

Sie spielen in "Unter Umständen verliebt" den liebenswerten Chaoten Tommi. Warum haben Sie sich für die Rolle entschieden?

Oliver Wnuk: "Das hatte einzig und allein Geldgründe ... (lacht) Nein, ich habe das Buch gelesen und dachte, dass ich da eine ganz schöne Farbe auf diese Palette hinzufügen kann. Ein Quäntchen Gefühl gemischt mit ehrlicher Komik."

In "Stromberg" spielen Sie Ulf, der wie Tommi gerne feiert. Wird das Ihre "Paraderolle"?

Oliver Wnuk: "Ulf und Tommi sind, meiner Meinung nach, gänzlich unterschiedliche Charaktere. Tommi will viel verantwortungsvoller sein und ist sich seiner Selbst bewusst. Ulf hingegen wehrt sich seit Jahren dagegen, erwachsen zu werden und windet sich davor, dem Ernst des Lebens ins Auge sehen zu müssen. Seit acht Jahren beobachten wir ihn in der CAPITOL, seit 13 Jahren arbeitet er da. Das findet Ulf schon "ernst" genug."

Wie chaotisch sind Sie privat?

Oliver Wnuk: "Wassermann, Aszendent Jungfrau. Ich bin das ziemliche Gegenteil von einem Chaoten."

Zu Beginn des Films will Tommi ausschließlich Spaß haben und Partys mit Kumpels feiern. Wie wichtig sind Ihnen Freunde?

Oliver Wnuk: "Dazu muss man den Begriff erst mal definieren. Meine Definition davon könnte sein: Freunde sind Menschen, mit denen ich über lange Zeit genauso ungehemmt lachen wie weinen kann. Davon gibt es in einem ganzen Leben nur sehr wenige und die sind einem mehr als wichtig."

Hatten Sie auch mal Zeiten, in denen Sie nur gefeiert und in den Tag gelebt haben?

Oliver Wnuk: "Nein. Seit ich denken kann, bin ich eher der diszipliniertere Typ, wobei ich nicht sagen will, dass das unbedingt besser ist."

Tommi geht zur Samenspende, um seine Kasse aufzufüllen. Die Folgen hat er nicht bedacht: Papa zu werden. Was halten Sie von dieser Art "Nebenjob"?

Oliver Wnuk: "Tja, ich weiß nicht. Wenn alle daran Beteiligten einen Nutzen davon haben, warum nicht? Ich bleibe meinen Berufsbildern dennoch treu."

Wie weit würden Sie für einen Kinderwunsch gehen?

Oliver Wnuk: "Ich würde nicht militant vorgehen, denn ich habe meine Schuldigkeit an dem Fortbestand der Menschheit schon getan und erfreue mich an jedem einzelnen 'Papa', das mir meine Tochter entgegenruft."

Steffi hat die Vorstellung, dass ihr Baby wie aus dem Bilderbuch-Katalog sein sollte. Nachvollziehbar oder 
einfach nur versnobt?

Oliver Wnuk: "Da wurde die gute Steffi wohl ein wenig von ihrem Lebensgefährten Richard verblendet. Denn auch sie will in erster Linie sicherlich einen tollen Menschen als Kind und keinen klavierspielenden Schachboxer."

Tommi ist ein Mann ohne berufliche Ambitionen – Steffi hingegen ein erfolgreiches Model. Können zwei so verschiedene Menschen überhaupt eine intakte Beziehung führen?

Oliver Wnuk: "Tommi ist kurz davor, eine bahnbrechende App für Mobiltelefone zu entwickeln. Das Problem ist nur: Ihn nimmt keiner ernst. Selbst die PR-Abteilung von SAT.1 nicht ... Potz-Blitz! (lacht) Nun zu Ihrer Frage: Ich weiß gar nicht, wie eine Beziehung sein und wie lange sie halten muss, bis man ihr das Prädikat 'intakt' geben darf, aber ich denke, dass zwei Menschen, die zusammen sind, prinzipiell so unterschiedlich nicht sein können, auch wenn es von Außen betrachtet, erst einmal einen anderen Eindruck macht."

Sie haben ein Buch geschrieben, ein Theaterstück selbst verfasst, Sie stehen auf der Bühne und vor der Kamera. Was davon ist Ihnen am wichtigsten?

Oliver Wnuk: "Ich kann mir nicht mehr vorstellen, wie das Eine ohne das Andere noch funktionieren soll."

Unter Umständen verliebt: Story und Bilder zum Film

Hauptdarstellerin Mirjam Weichselbraun im Interview

Die Web-Comedyserie

Werde Facebook-Fan