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Jürgen Heinrich, Sie haben 13 Jahre lang für die Serie vor der Kamera gestanden. Wie erging es Ihnen, als Sie die letzte Folge abgedreht hatten?
Jürgen Heinrich: "Ein Problem stellte sich eigentlich erst Monate später ein: Ich fühlte mich permanent unterbeschäftigt.“
Nun kehren Sie zurück zu Wolffs Revier - wie fühlt sich das an?
Jürgen Heinrich: "Sehr gut. Für mich ist das, als wenn ich einen guten alten Bekannten wiederträfe.“
Stephan Luca, was gefällt Ihnen an Ihrer neuen Hauptrolle, Kommissar Marck?
Stephan Luca: "Gerade dieser vielschichtige und unzugängliche Charakter hat mich gereizt. Er ist aus sehr persönlichen Gründen Polizist geworden, und mir gefällt seine innere Unruhe, seine Unbeherrschtheit, seine Einzelgänger-Mentalität und sein Drang nach Gerechtigkeit, auch wenn dafür die Befugnisse eines Polizeibeamten überschritten werden müssen.“
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Wie war es, neben dem "alten Wolff" Jürgen Heinrich zu spielen?
Stephan Luca: "Jürgen Heinrich ist ein großartiger Kollege, und jede Spielszene mit ihm war ein absolutes Vergnügen. Ein 'harter Hund‘ mit dem Herz am richtigen Fleck, er schreckt vor keiner sportlichen Herausforderung zurück und schenkte mir sein Vertrauen durch sehr ehrliches Arbeiten. Ich habe großen Respekt vor seiner Leistung als Kommissar Wolff in 13 Jahren Krimifernsehgeschichte. Er lud Nadeshda Brennicke, Christian Alvart und mich zum Essen ein, bevor wir mit den Dreharbeiten begannen. Jürgen gab einen Einblick in die Vergangenheit, und schnell war zu merken, dass Wolff mehr ist als nur eine Rolle eines Schauspielers in einer sehr erfolgreichen Serie. Er erzählte mir auch aus seiner Jugend in der damaligen DDR und seinen sportlichen Erfolgen und Leistungen in der Leichtathletik. Ich sagte ihm, er könne sich schon mal warmlaufen, denn 'in den nächsten vier Wochen werde ich ihn durch ganz Berlin jagen und ihm das Fell über die Ohren ziehen'! Wir haben viel gelacht - und was soll ich sagen: der Bursche ist immer noch verdammt fit.“
Jürgen Heinrich, der alte Wolff unterrichtet in dem Pilotfilm junge Polizeischüler - was würden Sie als Schauspiellehrer Ihren Schützlingen mit auf den Weg geben?
Jürgen Heinrich: "Man sollte niemals versuchen, jemanden zu kopieren. Das heißt nicht, dass man von anderen nicht viel lernen kann, aber man hat die besten Chancen, ein erfolgreicher Schauspieler zu werden, wenn man sich treu bleibt. Das setzt voraus, dass man sich kennen lernt ...“
Stephan Luca, Marck hat ein schwieriges Verhältnis zu seinem Sohn. Sie sind selbst Vater zweier Töchter. Inwiefern bringen Sie ihre Erfahrungen mit ihren eigenen Kindern in die Rolle mit ein?
Stephan Luca: "Ich weiß, wie es sich anfühlt, Vater zu sein. Erfahrungen mit meinen eigenen Kindern arbeite ich in die Rolle nicht mit ein, ich halte das für falsch.“
… und wie wichtig war Nadeshda Brennicke in Ihrem toughen Männer-Reigen?
Stephan Luca: "Nadeshda ist keine Kollegin, die sich auf ihrer Attraktivität ausruht, ich hätte mir keine bessere Vicky wünschen können. Ich verbeuge mich vor ihrer Schauspielkunst, sie macht diesen Film besonders.“
Nadeshda Brennicke im Interview