Zwei Leben. Eine Hoffnung

Annette Frier im Interview

"Für mich sage ich ganz klar JA zum Thema Organspende."

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© Sat1 / Hardy Spitz

In "Zwei Leben. Eine Hoffnung." spielen Sie die Transplantationschirurgin Dr. Hellweg. Haben Sie selbst einen Organspendeausweis?
Annette Frier: "Ja, den habe ich schon seit einigen Jahren. Als er mir permanent von meiner Krankenkasse zugeschickt wurde, habe ich mir ein Herz genommen und meine Bereitschaft zur Organspende auch schriftlich erklärt."

Mit dem Organspendeausweis kann man seine Entscheidung für oder gegen eine Organspende festlegen. Was war für Sie der ausschlaggebende Punkt, sich für eine Organspende zu entscheiden? 
Annette Frier: "Wenn ich mir vorstelle, eines meiner Kinder würde ein Organ brauchen, wäre ich froh, wenn es Leute gäbe, die diesen Ausweis bei sich haben. Das ist der Grund, weshalb ich selbst ganz klar JA zur Organspende sage."

Hat sich durch den Film etwas an Ihrer Einstellung zu diesem Thema geändert? 
Annette Frier: "Ich muss ehrlich sagen: Bevor ich mich durch den Film mit dem Thema näher beschäftigt habe, stand für mich eigentlich nie zur Diskussion, dass man Organe spenden sollte. Je mehr ich mich damit auseinandergesetzt habe, umso mehr kann ich auch verstehen, dass es Leute gibt, die mit diesem Thema ein Problem haben. Ich finde, das ist eine sehr private Entscheidung, die jeder selbst treffen muss."

 

Durch den SAT.1-Film "Zwei Leben. Eine Hoffnung." wird das Thema Organspende an ein großes Publikum herangetragen. Was erhoffen Sie sich davon? 
Annette Frier: "Ich habe mit Freunden und im Bekanntenkreis über dieses Thema geredet und die Erfahrung gemacht, dass viele nicht wirklich informiert sind. Manche wollen sich vielleicht auch gar nicht unbedingt mit diesem Thema auseinandersetzen. Andere haben, wie ich früher, ein Schreiben der Krankenkasse bekommen und es nach wie vor unausgefüllt auf dem Schreibtisch liegen. Ich fände es toll, wenn wir es mit dem Film schaffen, mehr Information unter die Leute zu bringen und unsere Zuschauer anzuregen, sich über dieses Thema Gedanken zu machen."

Welche Informationen hält der Film Ihrer Meinung nach bereit? 
Annette Frier: "Wir haben im Film verschiedene Schauplätze: Es geht nicht nur um den Mikrokosmos eines Kindes, das ein neues Organ braucht, sondern um die ganze Familie. Es geht aber auch um eine andere Familie, in der jemand stirbt. Es geht um den Alltag auf dieser Station im Krankenhaus. Es geht um die Abläufe einer Organspende, darum, was ab dem Moment passiert, an dem der Tod des Patienten festgestellt wird und die Leber vier Stunden zu gebrauchen ist. Wo geht das Organ hin? Wer ist der nächste auf der Liste?" 

Zwei Leben. Eine Hoffnung

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