Johannes Waller, Mitte 40, steht kurz davor, der nächste Außenminister der Bundesrepublik Deutschland zu werden. Er ist smart, intelligent, eloquent, ehrgeizig. Vor seiner politischen Karriere hat er eine ebenso glanzvolle als Anwalt hingelegt. Am Vorabend seiner Ernennung schläft der seit längerem geschiedene Johannes mit der Frau des österreichischen Botschafters, was dummerweise nicht unentdeckt bleibt. Die Kanzlerin ist empört! Johannes reist der Regierungschefin nach, die in Brandenburg auf einer Tagung weilt, um zu retten, was zu retten ist. Aber er strandet nach einem Autounfall in dem kleinen Dörfchen Kudrow. Am nächsten Tag ist sie zu einer Auslandsreise aufgebrochen, die Parteifreunde lassen ihn fallen, die Medien sind alarmiert – Johannes’ Karriere ist ruiniert. Aus Trotz und Verzweiflung nimmt der gewiefte Politiker das ihm von den Dorfbewohnern angetragene Amt an: Statt Außenminister der Bundesrepublik Deutschland wird Johannes Bürgermeister von Kudrow. Ein Amt, immerhin!
Aber auch das Landleben hat seine Tücken. Die renitenten Dorfbewohner liegen irgendwie alle miteinander im Clinch und sind sich eigentlich nur darin einig, dass man Politikern im Allgemeinen und Großstädtern im Speziellen mit einer gehörigen Portion Misstrauen begegnen sollte. Johannes muss hier einige Überzeugungsarbeit leisten.