Marcus Heuser – der Theoretiker

Darsteller: Mathis Künzler

Marcus Heuser ist der beste Wissenschaftler der R.I.S. – jedenfalls theoretisch. Er hat jede Prüfung mit Auszeichnung bestanden und auch beim BKA, wo er vorher gearbeitet hat, war man immer beeindruckt von seinen Kenntnissen. Doch bei der R.I.S. ist er ein Neuling: ob es sich um die Situation an den Tatorten handelt, um seine Aufgaben im Labor oder um sein Verhältnis zu seiner Kollegin und Vorgesetzten Judith – für ihn ist es oft das erste Mal.

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Der attraktive, aber ein wenig zugeknöpfte Endzwanziger ist gerade erst dem Ruf von Staatssekretärin Gernsbach nach Berlin zur R.I.S. gefolgt, ohne wirklich zu ahnen, worauf er sich da eingelassen hat. Die R.I.S. hat ihn nicht mit offenen Armen aufgenommen – besonders Philip war zunächst reserviert gegenüber dem etwas streberhaften Kriminalisten, den er für einen Spitzel der Staatssekretärin hielt. Die Dissonanzen der ersten Wochen sind inzwischen abgeklungen und Marcus hat sich integriert, doch als Kriminalist muß er noch Erfahrungen sammeln.

Philip hat ihn Judith beigestellt, die gemeinsam mit Marcus eigenverantwortlich Fälle bearbeitet. Gemeinsam mit der stellvertretenden Chefin der R.I.S. untersucht er Tatorte und Beweisstücke und verfolgt Spuren. Dabei kann er von der erfahrenen Judith viel lernen, auch und gerade wenn sie sein theoretisches Wissen mit praktischer Intelligenz ergänzt. Daß die beiden in der Zusammenarbeit auch privat einander näher kommen, überrascht Marcus mehr als Judith. Während sie schnell erkennt, daß in dem etwas spießigen Brillenträger Marcus ein attraktiver Mann steckt und eine Affäre ganz pragmatisch in Erwägung zieht, macht ihm die ältere Frau, die auf ihn eine große Faszination ausübt, ein wenig Angst. Auf so etwas war er nicht vorbereitet...

Marcus kommt aus kleinbürgerlichen Verhältnissen. Sein Studium hat er schnell abgeschlossen, um dann gleich beim BKA eine Stellung anzutreten. Seine analytischen Fähigkeiten machten dort großen Eindruck und man empfahl ihn an die Staatssekretärin weiter.

Interview mit Mathis Künzler über seine Rolle bei R.I.S.

Wie sind Sie in dem Team positioniert?
"Ich werde dort mehr oder weniger von staatlicher Seite eingeschleust und bin als Terrorismus-Experte tätig."

Wie kann man sich auf so eine Rolle vorbereiten?
"Ich arbeite viel mit Filmmaterial, nehme mir gewisse Vorbilder aus Filmen und versuche, aus verschiedenen Figuren eine eigene zu kreieren. Für mich ist es auch wichtig zu gucken, wie die Figur aussieht – das Äußere gestaltet das Innere. Und ich gehe von der Motorik aus, denke z.B. darüber nach, welches Tier ich einer Figur zuordnen würde. Ideal wäre es natürlich, wenn man ein paar Monate Zeit hätte, aber das hat man normalerweise nicht."

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Erst bei der R.I.S. erkennt Marcus, warum er die Kriminologie eigentlich studiert hatte. Mehr und mehr arbeitet er sich in die Materie ein und lernt, sein auf der Universität erworbenes Wissen bei der Lösung der Fälle einzusetzen. Daß er sich dabei manchmal tapsig verhält, verzeiht Judith ihm eher als die anderen Kollegen, von denen vor allem Timo sich oft über Marcus lustig macht. Die anderen verhalten sich eher abwartend gegenüber Marcus. Sie wissen noch nicht, woran sie bei ihm sind, aber vielleicht warten sie auch einfach nur darauf, daß er einmal den obersten Knopf seines Hemdes löst...

Infos zum Darsteller Mathis Künzler

Mathis Künzler - 1978 in Basel geboren - studierte an der Hochschule für Musik und Theater in Zürich. Seit 2003 steht der Schweizer Schauspieler auf der Bühne, arbeitete zumeist am Theater an der Sihl Zürich.

Mit dem Part als David Seidel, Chef einer großen Modefirma und Schwarm seiner Assistentin Lisa, in der Sat.1-Telenovela "Verliebt in Berlin" übernimmt Mathis Künzler seine erste große TV-Hauptrolle.

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