Und doch schließen sich in den Herbsttagen 1989 immer mehr Menschen dem Widerstand an:
Katjas Freundin und Kollegin Jule Hoffmann wird in der Protestbewegung aktiv, obwohl ihr Vater Bernd Oberst im Innenministerium und ihr Bruder Götz bei der Volkspolizei ist. Auch die Uniformierten spüren den wachsenden Unmut in der Bevölkerung: Während Erich Honecker, angeblich wegen einer Erkrankung, seit Monaten keinen öffentlichen Auftritt mehr riskiert hat, steigt die Zahl der Reiseanträge auf immer neue Rekordhöhen. Tausende von Bürgern haben die Republik bereits auf eigene Faust verlassen. Vor der Gethsemanekirche in Prenzlauer Berg protestieren immer mehr Mutige friedlich für demokratische Reformen in der DDR und die Freilassung der politisch Inhaftierten. Das marode Regime gerät mehr und mehr unter Druck, es kommt zu brutalen Angriffen der Volkspolizei auf Demonstranten. Sven, der sich nach Katjas missglückter Flucht ganz allein in Österreich wiederfand, lebt nach einer Zwischenstation in einem Auffanglager inzwischen bei Andreas. Vater und Sohn sind sich fremd. Sven macht seinen Erzeuger dafür verantwortlich, dass seine Mama nun im Gefängnis sitzt. Andreas braucht eine Weile, um das Vertrauen seines Kindes zu gewinnen. Gleichzeitig kämpft er bei seinem Redaktionsleiter Kurt Teufel um jede Minute Sendezeit für seine Berichte, die die aufgeheizte Situation in der DDR zeigen. Er hofft, damit auch Katja, Micha und den anderen zu helfen ...