© dpa
Foto: © dpa

Magenband - Indikation und Risiken

Versagen herkömmliche Methoden um das Gewicht zu reduzieren, kann unter Umständen durch ein Magenband, welches den Magendurchmesser verringert, eine dauerhafte Gewichtsreduktion erreicht werden. Doch auch nach erfolgtem Einsetzen des Magenbandes muss eine umfassende, disziplinierte Ernährungsumstellung einhergehen, um wirklichen Erfolg zu erzielen.

Das Magenband verengt den Magen auf ein Drittel der normalen Größe und begrenzt dadurch die tägliche Nahrungsaufnahme. Die Kalorienzufuhr wird vermindert und dadurch das Gewicht reduziert. Magenband-Patienten können nur noch eine geringe Menge Nahrung zu sich nehmen. Das Sättigungsgefühl tritt sehr schnell ein und zu schnelles Essen kann zum Erbrechen führen.

Das Einsetzen eines Magenbandes ist nicht für jeden übergewichtigen Menschen die einfachste Lösung, um bequem Gewicht zu reduzieren. Ein Magenband dient nur als letzte medizinische Behandlungsmethode bei krankhafter Fettleibigkeit, die durch Diäten und andere Maßnahmen nicht behandelbar ist.

Indikationsfaktoren für die Magenband-Operation

Ist die Indikation für die medizinische Notwendigkeit für ein Magenband gegeben, übernehmen die Krankenkassen in Deutschland im Normalfall die Kosten für die Operation. Die Indikation für ein Magenband liegt vor, wenn folgende Kriterien erfüllt sind:

• Alle konservativen Behandlungsmethoden haben zu keinem Erfolg geführt.

• Der Patient muss ausreichend über die Gefahren, Risiken und Begleiterscheinungen aufgeklärt sein.

• Die mit der Operation verbundenen Risiken müssen kalkulierbar und kontrollierbar sein.

• Beim Patient muss ein Body Mass Index von mindestens 35-40 vorliegen.

Auf dieser Webseite können Sie mit dem BMI-Rechner Ihren Body Mass Index ausrechnen!

Wie jede Operation ist das Einsetzen eines Magenbandes mit Risiken für den Patienten verbunden, besonders weil das Magenband nur bei stark übergewichtigen Menschen eingesetzt wird. Für Übergewichtige bedeuten alle Operationen und die damit einhergehende Anästhesie ein höheres Risiko, als für "normal"-gewichtige Patienten.

Mögliche Risiken und Spätfolgen der Magenband-Operation:

• Durch das Magenband können Entzündungsherde entstehen, die zu einer Blutvergiftung führen können.

• Größere Nahrungsstücke oder Tabletten können durch die Verengung im Magen bleiben und die Magenschleimhaut reizen.

• Nach der Magenband-Operation erbrechen viele Patienten häufig, vor allem bei undiszipliniertem Essverhalten. Das Erbrechen kann die Zähne und die Speiseröhre schädigen.

• Im schlimmsten Fall kann das Magenband durch die Magenschleimhaut nach innen wandern.

• Wird das Portsystem des Magenbandes undicht, kann die eingefüllte Kochsalzlösung auslaufen und das Magenband zeigt keine Wirkung mehr.

Mehr Informationen zur Magenband-Operation gibt es auf der Webseite Magenband-OP.Info

Achtung, du befindest dich auf einer Archiv-Seite. Diese Sendung wird zur Zeit nicht ausgestrahlt.
Hier geht es zum aktuellen TV-Programm.