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Google Street View: Angriff auf unsere Privatsphäre?

Der Internetgigant Google schießt seit zwei Jahren Nahaufnahmen von Häusern, Gebäuden und Straßen in 20 deutschen Städten. Diese sollen ab November 2010 im Internet gezeigt werden. Das Problem ist, dass die Fotos aus 2,5m hohen Kameraautos gemacht wurden und dadurch Hecken oder Sträucher keinen Sichtschutz für Privathäuser mehr bieten.

Will man die Veröffentlichung des eigenen Hauses im Internet verhindern, so hat man bis zum 15. Oktober Zeit, um schriftlich Widerspruch bei Google einzureichen. Nach Erfolgen des Widerspruchs wird das Eigenheim für Google Streetview unkenntlich gemacht.

Thomas Oppermann von der SPD bemängelt: "Was Google plant, geht zu schnell und zu weit." Auch der Widerstand in der Bevölkerung wird größer: der Anwalt Rudolf Stürzer vom Haus- und Grundbesitzerverein München hat speziell zwei weitere Anwälte abgestellt, um die Fragen der Bewohner zu klären.

Sie wollen wissen, wie sie sich gegen Google Street View wehren können? Der Mieterschutzbund stellt auf seiner Webseite das Formular "Widerspruch gegen Veröffentlichungen durch den Internetdienst Google Street View" zur Verfügung.

Kleines Zuckerl: Will man verhindern, dass das eigene Gesicht oder Autokennzeichen bei Google Street View gezeigt wird, verlängert sich die Widerrufsfrist auf immerhin zwei Monate.

Zurück zu den Themen vom 19.08.2010

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