Unschuldig eingesperrt
Bei "Kerner" erzählt Holger Hellblau exklusiv wie ein Fehlurteil sein Leben zerstörte
Drei Olympische Spiele, zwei Fußball-Weltmeisterschaften, die Wahl der ersten deutschen Bundeskanzlerin: das alles musste Holger Hellblau hinter Gittern verfolgen. Der 43-jährige Schlosser saß 1804 Tage im Gefängnis unschuldig. Seine drei Kinder wurden in Pflegeheime gesteckt. Er verlor seinen Job. Im April 2006 wird Holger Hellblau vom Landgericht Neuruppin in einem Indizienprozess zu lebenslanger Haft verurteilt. Er wird beschuldigt, den Liebhaber seiner Frau erstochen zu haben. Erst vier Jahre später kann Holger Hellblau mit Hilfe einer DNA-Analyse beweisen, dass er unschuldig ist. Bei "Kerner" spricht das Opfer der Justiz zum ersten Mal über die Haft, den Prozess und seinen jetzigen Kampf zurück ins "normale" Leben.