Wenn Angst einen nicht mehr loslässt
Das Herz schlägt wild, der Körper fängt an zu zittern, Schweiß treibt auf die Stirn, in der Brust macht sich ein Gefühl der Beklemmung breit. Wenn einen die Angst überkommt und nicht loslässt, kann das schlimme Folgen haben.
Anke Gieschen zum Beispiel hungert lieber und sieht ihren Zähnen beim Faulen zu, als zum Zahnarzt zu gehen. Seit zehn Jahren war die 43-Jährige nicht mehr auf dem Behandlungsstuhl und gehört damit zu den 16 Millionen Deutschen, die an krankhafter Angst vorm Zahnarzt leiden.
Auch Rainer Thide aus Hamburg hat Angst. Dem 55-Jährigen grault es davor, wenn es zu hoch hinaus geht. Der Manager sitzt im Theater nur im Parkett, weil ihm die Höhe im Rang Angst macht.
Psychologen sind rund 650 medizinisch anerkannte Phobien bekannt. Wissenschaftler gehen davon aus, dass 15 Prozent der Bevölkerung mit Ängsten leben und keinen Weg hinaus finden. Doch Anke und Rainer haben genug von ihren Panikattacken und suchen eine Lösung für ihr Problem.
"Kerner"-Reporter begleiten beide auf ihren schweren Weg, ein Leben ohne Angst zu führen. Schafft Anke Gieschen es auf den Behandlungsstuhl? Wird Rainer Thide den Turm des Hamburger Michel ohne Panikattacke besteigen?