Musik

Die 20-jährige Sängerin aus Almsdorf setzt zum großen Wurf an

Franziska

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© Foto: Martin Becker

„Warum schlägt der Blitz ein, bevor wir den Donner hören?“ lautete jüngst eine Frage in der neuen PISA-Studie. Natürlich weil sich das Licht schneller durch die Luft bewegt, als der Schall! Im Falle des neuen FRANZISKA-Albums verhält es sich genau umgekehrt. Kaum, daß die ersten Töne an unser Ohr dringen, fühlen wir uns wie elektrisiert. Die Luft scheint aufgeladen, die Atmosphäre wie nach einem Gewitter zu knistern, alles scheint unwirklich, Silhouetten tanzen und die Straßen flimmern…! Im Wetterphänomen Gewitter ein Vorgang von Sekunden, im Falle von „Flimmernde Straßen“, dem neuen Album von FRANZISKA eine Spannung, die über die gesamte Albumlänge von fast 60 Minuten anhält. Wow!

Los geht’s mit „Ich kann, ich will, ich werde“ einem selbstbewusst-rockigen Stück, das Energien freisetzt, die einen direkt umhauen, damit wir gleich danach wie Phoenix aus der Asche auferstehen können, dank der gnadenlos gut intonierten Ballade „Lieben will ich“ – über dreineinhalb Minuten Emotion pur! „Flimmernde Straßen“, der Titelsong dieses – wirklich meisterlichen – Werkes treibt einen, nur einen Windhauch danach, auf leichten Wattewölkchen vor sich her, bevor man komplett willenlos in FRANZISKAs „Liebes WG“ landet. Ungewöhnlich Retro, aber auch irgendwie ganz neu dieser junge WG-Sound. Und so facettenreich geht es weiter. Der Hörer stürzt von einer musikalischen Explosion in die nächste. „Wie ein Blitz (alles dreht sich)“ versucht Titel 9 noch zu warnen, bevor uns „Deine Zeit ist um“ fette Bässe um die Ohren haut, dass es nur so rauscht im Blätterwald.  Vom Donner gerührt, bleiben wir dann schlussendlich fasziniert zurück, wenn der Dance-Mix des Album-Trailers „Polarstern“ als letzte Nummer auf diesem Silberling verklingt.

Franziska Album Cover

„Polarstern“ ist der leuchtende Wegweiser zu ihrem Planeten, musikalischer Highway zum Longplayer, mit dem wir – im Schlepptau von Prinzessin Leia (sie erinnern sich an die Zwillingsschwester von Luke Skywalker aus der Star Wars-Trilogie…?) - auf eine Reise durch Raum und Zeit gehen. Wie erreicht man soviel Intensität auf einem Album? Wahrscheinlich, wenn man – wie im Falle von FRANZISKA geschehen – drei geniale Produzenten-Generationen in ein Studio sperrt und die Ideen fließen lässt. Da entsteht Reibung. Und durch Reibung entsteht… genau, da sind wir wieder beim Blitz! Da sprühten auch gleich Funken zwischen dem hit-verwöhnten Akropolis-Team in Köln mit Alex Strasser, Peter Power und Ully Jonas und dem genialen Song-Schreiber und Komponisten Henning Gehrke, der schon für Udo Lindenbergs Erfolgs-Album „Stark für zwei“ mitverantwortlich zeichnete sowie dem blutjungen begnadeten Kreativteam von Skyray Music mit Kurt Stolle, Roland Streicher und Thomas Porzig.

FRANZISKA, diese zierliche blonde, eher zurückhaltende junge Frau reagierte auf diesen Mix aus unterschiedlichsten musikalischen Einflüssen und kompositorischen Temperamenten mit einer gesanglichen und emotionalen Höchstleistung. Da geht die Sonne auf, das Antlitz des Mondes leuchtet ergeben und die Erd-Anziehung wird unter Umständen für Sekundenbruchteile ausgehebelt, wenn sich ihr Gesang auf unsere Hörbahnen legt. Wer da nach fast einer Stunde Musikgenuss noch nicht genug hat, darf sich mit Hilfe einer speziellen Fan-Edition in Form einer Doppel-CD im Digi-Pack auf eine weitere Umlaufbahn mit zwei weiteren brandneuen Songs und zwölf zusätzlichen neuen Remixen begeben.  

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