Musik

Die Berliner Newcomer mit ihrem Debüt

Großstadt Freunde

Eine ganze Serie von Radio-Singles hat diesen Moment zwar längst angekündigt, doch jetzt ist es offiziell: „Wir Sind Hier“ heißt das Debütalbum der Großstadt Freunde, das am 11.04.2014 bei Telamo erscheint. „Es ist an der Zeit/der Vorhang kann fallen“, verkündet Jay Khan, der Sänger und Frontmann der Berliner Newcomer-Sensation, schon auf dem Titelsong ihres Erstlings, und im Refrain heißt es dann: „Unser Traum wird endlich wahr/wir sind hier.“ Ein großer Auftakt für ein großes Album: Im Gepäck haben sie stolze 17 Songs, die zusammen schlüssiger nicht klingen könnten.

Großstadtfreunde 2014

Gleich vier dieser Songs sind in der rund zweijährigen Bandgeschichte bereits zu astreinen Airplay-Hits avanciert: Nachdem sich die Großstadt Freunde – Jay Khan, Steffen Scholz, Maximilian Bahr, Richard Müller und Jan Trojanowski (zuvor Ich & Ich) – Anfang 2012 in Berlin zusammengetan hatten, sorgten sie schon wenige Monate nach der Gründung für frischen Wind in der Radiolandschaft, als ihre Single „Karussell“ in den Top-15 der Airplay-Charts landete. Im Videoclip zur Debütsingle traten sie zwar noch mit Tiermasken auf und präsentierten sich gewissermaßen anonym als „Berliner Stadtmusikanten“, doch war ihr Geheimnis recht bald gelüftet, und so landete die zweite Single „Schloss“ im Oktober 2012 denn auch gleich in den Top-10 der Radiocharts.

2013 legten sie dann zunächst die episch-romantische Single „Weil du zu mir stehst“ nach, räumten im Mai den Preis als bester Newcomer bei den EMMawards im Rahmen der Eldani Media Night 2013 ab, und zeigten im Herbst mit ihrer Auskopplung „Alle Wege“, dass die hochfliegenden Refrains längst als ihr Markenzeichen gelten müssen. Schon wieder schafften sie es bei diversen großen Radiosendern in die Top-Region der Playlisten und präsentierten die vierte Single u.a. auch im ZDF-Fernsehgarten und im November bei der großen „Herbstshow“.

Auf den insgesamt 17 Stücken von „Wir Sind Hier“ brechen die fünf Berliner in die unterschiedlichsten Regionen der Popmusik auf, von hochfliegend bis unter-die-Haut-gehend, von druckvoll bis einfühlsam – aber immer auf Deutsch, immer nah, ganz nah am eigenen Leben, an den eigenen Erfahrungen (und Wünschen) angesiedelt. Während ein Song wie „Wolken“ – der Himmel ist überhaupt eine Art Leitmotiv auf dem Album – noch mehr Druck im Refrain hat, schwingt andernorts immer wieder dieses Gefühl von Freiheit mit, von Freiräumen, die man mit dem richtigen Menschen an der Seite auskosten will. „Poesie“ vertont einen perfekten Tag am Meer, und man will in diesem „Moment der Freiheit“ am liebsten gleich mit ihnen die Zeit vergessen, während im Fall von „Morgen“ der Hoffnungsschimmer erst dann durchbricht, wenn die großen Fragen („Wohin führt dieser Weg?“) endlich beiseite geschoben sind.

Auf Stücke, deren Refrain sich tatsächlich wie die Sonne durch einen minimalistischen Wolkenteppich durchkämpft (z.B. „Mittendrin“) lassen die Großstadt Freunde auch klassische Balladen folgen (z.B. „Glaubst du“) und kreieren für „Kriege“ sogar eine astreine Lagerfeuer-Atmosphäre, um brennende Fragen zu artikulieren: „Wann hört es auf? So antwortet mir“, fragt der zwischen Berlin und London aufgewachsene Khan zur Akustikgitarrenmelodie, die bei ihnen jedoch nicht nur Friedenslieder untermalen, sondern auch schlichtweg für ausgelassene Stimmung sorgen darf: „Lass Los“ beispielsweise hat ihn wieder, diesen Feelgood-Faktor, wenn der Refrain alle Sorgen für den Moment vergessen macht. Mit „Winterschlaf“ und „Ganz weit weg“ präsentieren Jay Khan & Co. kurz vor Schluss noch zwei ihrer ruhigsten und einfühlsamsten Songs, und beide garantieren eine verdiente Auszeit vom Alltag: „Keine Ängste, keine Zweifel, blauer Himmel, klare Sicht/keine Sehnsucht, keine Träume, nur das Wasser und sonst nichts.“

Mal nachdenklich stimmend, mal wie ein klanglicher Riegel, um die eigene Gedankenflut zu bremsen, ist „Wir Sind Hier“ ein Album, das zeitgenössischen deutschen Pop neu definiert und seine Zuhörer immer wieder in neue Klang- und Gefühlsregionen entführt. „Uns ist klar, dass wir noch einen langen Weg vor uns haben“, sagte Schlagzeuger Jan Trojanowski noch vor rund einem Jahr. Jetzt heißt es: „Wir waren auf dem Weg/und sind angekommen.“ Allerdings: Großstadt Freunde sind hier.

Weitere Infos unter: http://grossstadtfreunde.de/

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