Musik

Der smarte Brite ist besser denn je

Olly Murs

Statistik lügt nicht. Doch Fakten und Zahlen erzählen immer nur einen bestimmten Teil einer Geschichte - und im Falle Olly Murs würden so die wichtigsten Aspekte völlig außer Acht gelassen. Drei Multiplatin-Alben, vier Nummer-eins-Singles, ausverkaufte Arenen-Touren, über zehn Millionen verkaufte Tonträger. In Deutschland landete er mit „Heart Skips A Beat“, (Platz 1, 2011), „Troublemaker“ (Platz 2, 2012) und „Dear Darlin'“ (Platz 2, 2013) bereits drei Riesen-Hits. Die beiden Alben „In Case You Didn't Know“ und „Right Place Right Time“ konnten sich in den Top 20 der Media Control Charts platzieren, „Right Place Right Time“ wurde für über 100.000 verkaufte Exemplare hierzulande mit Gold ausgezeichnet. Das ist in der Tat beeindruckend. Nein, das ist ÜBERRAGEND. Und nicht wenige Musiker wären angesichts derartiger Zahlen überglücklich, würden ihre Gold- und Platin-Awards an die Wand hängen, sich gemütlich zurücklehnen und zuschauen, wie die Royalty-Erträge auf das eigene Konto strömen. Doch Olly ist aus einem anderen Holz geschnitzt. Er ist angetrieben von einer Rastlosigkeit und dem Drang nach neuen Herausforderungen, nach kreativer Erfüllung, den keine noch so atemberaubende kommerzielle Zahlenakrobatik jemals stillen könnte. Oder einfach ausgedrückt: dieser Mann hat eine Mission. Und mit seinem neuen Album, das den durchaus treffenden Titel “Never Been Better” trägt, ist er seinem Ziel näher gekommen als jemals zuvor. Es ist das Album, auf das er sein ganzes Leben hingearbeitet hat. Es enthält Songs, die auf perfekte Art und Weise sofortigen Wiedererkennungswert mit dem Überraschungseffekt des Neuen verbinden.

Olly Murs 2014

Die erste Single „Wrapped Up” ist ein Song, bei dem man sich bestens vorstellen kann, wie die Stimmung auf der nächsten Olly Murs-Tour durch die Decke geht. Als Featured Artist holte er sich für den Uptempo-Song voller funky Gitarren, Discokugel-Streicher, brillantem Bass und euphorischem Backgroundvocals den Gym Class Heroes-Frontmann Travie McCoy ins Studio. Die herzzerreißenden, vom Piano bestimmten „Tomorrow“ und „Nothing Without You“ liefern die Feuerzeuge-in-die-Höhe- und Kloß-im-Hals-Momente des Albums. Auf „Beautiful To Me“ verspricht Olly seinem Mädchen, dass er immer für sie da sein wird. Der Ohrwurm-Refrain ist von unglaublicher Zartheit. „Up” kommt mit einem klassischen Four-To-The-Floor-Beat daher, Banjo und akustische Gitarre tragen den Song gen Refrain, bei dem Olly gemeinsam mit Demi Lovato zum endgültigen Hookline-Killer-Punch ausholt.   

Das Element, das alle Songs des Albums miteinander verbindet, ist Ollys Gesang. Einfach ausgedrückt: er bringt die Sache auf den Punkt, immer und immer wieder. Als Sänger und als Songschreiber, als Künstler mit drei Alben auf dem Konto (und einem brandneuen, mit dem er in Kürze die Charts aufmischen wird), als Live-Performer mit dem Talent, zehntausende von Fans in den Bann zu ziehen, hat Olly seinen Status als einer der größten und nachhaltigsten Popstars seiner Generation zementiert. „Mit jedem Album wirst du mutiger, was etwaige Risiken angeht. Ich bin jetzt dreißig, ich war 26, als ich mein erstes Album gemacht habe. Es sind zwei Jahre seit 'Right Place Right Time' vergangen - obwohl es einem nicht so vorkommt. Hier bin ich also nun, zwei Jahre später, und ich denke, man merkt das dem Album an. Ich würde sagen, es ist mein 'ich meine es ernst'-Album. Es ist an der Zeit, dass ich etwas seriöser werde."

Ihr habt ihn gehört, Leute. Olly ist zurück – und er ist besser denn je.

Olly Murs - Wrapped Up


Olly Murs -- Wrapped Up - MyVideo

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