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Radprofi Lance Armstrong gesteht in Interview jahrelanges Doping.

Überraschung light!

18.01.2013 12:30 Uhr / Bild

Von Max Genosko

Letztlich blieb ihm keine andere Wahl: Im Interview mit Talkshow-Masterin Oprah Winfrey packte der 7-malige „Tour de France“-Sieger Lance Armstrong (41) nun aus und gestand jahrelang gezielt gedopt zu haben. Auf Grund der erdrückenden Beweise blieb ihm allerdings auch kaum etwas anderes übrig.

Etwas überraschend kam jedoch, dass  der ehemalige Radprofi, dem seine Siege bei der Frankreichrundfahrt und seine olympische Bronzemedaille bereits aberkannt wurden, nicht über etwaige Mittäter oder –wisser plauderte. Stattdessen ging er mit sich selbst scharf ins Gericht, gestand er hätte einen „schwachen Charakter“  und sei nun nicht „der glaubwürdigste Mensch“. Dennoch widersprach er der Aussage, er hätte Leute bedroht, die sich seinem Doping-Netzwerk nicht anschließen wollten.

"Sie waren Helden."

Bereits zu Beginn des Interviews gab es die harten Fakten. Auf die Frage, ob er gedopt habe, antwortet Armstrong mit „Ja!“. Auch die Fragen nach EPO und Eigenblut-Doping bejahte er. Allerdings ließ er anklingen, dass er dabei keinesfalls ein Einzelfall sei: „Unter den Teilnehmer waren vielleicht fünf Fahrer nicht gedopt. Sie waren Helden.“ Es sei nicht möglich, im modernen Radsport große Rennen ohne Doping zu gewinnen. Dieser Rundumschlag dürfte den Radsport jedoch schwer erschüttern.

Welche Konsequenzen Armstrongs Beichte nun außer dem Verlust der Medaillen für den Sportler noch hat, bleibt abzuwarten. Bereits in den letzten Tagen wurde von Forderungen der Rennveranstalter und Sponsoren in Höhe von mehreren Millionen gesprochen. Eine Pleite des 41-Jährigen scheint dennoch ausgeschlossen, wird sein Vermögen doch auf 125 Millionen Dollar geschätzt. Ob Armstrong noch ins Gefängnis muss, wird wohl in den nächsten Tagen entschieden. Er hatte vor Gericht unter Eid ausgesagt, nie gedopt zu haben. Allerdings könnte es sein, dass die Anklage wegen Meineids fallengelassen wird, da dieser verjährt ist. Somit könnte es also sein, dass Lance Armstrong durch sein – wenn auch spätes – Geständnis sogar noch relativ glimpflich davon kommt.

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