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Der kalte Mai ist Schuld, dass die Heizkosten dieses Jahr höher ausfallen.

Heizkosten sind höher als im Vorjahr

Der Winter war wenig verbraucherfreundlich, sondern kälter als im Vorjahr. Die Rechnung für den Betrieb der Öl- oder Gasheizung fällt entsprechend höher aus.

17.06.2017 13:17 Uhr / dpa
Heizkosten erhöhen sich
© Jens Büttner/dpa

Ein reichlich kühler Mai hat den Energieverbrauch für die abgelaufene Heizperiode noch einmal nach oben getrieben. Von Anfang Oktober bis Ende Mai fiel der durchschnittliche Heizbedarf für eine drei- bis vierköpfige Familie im Einfamilienhaus in Deutschland um elf Prozent höher aus als in der vorigen Periode, wie das Internet-Portal Verivox in Heidelberg mitteilte. Auch der November und Dezember waren kälter als im Vorjahr.

Mit dem Heizbedarf steigen die Kosten. Wer mit Gas heizte, musste in diesem Winter rund vier Prozent mehr für seinen Brennstoff ausgeben, das sind 41 Euro. Der Preisrückgang beim Gas von rund sieben Prozent wurde von der kälteren Witterung mehr als ausgeglichen.

Modellrechnung zeigt 40 Prozent Anstieg beim Öl

Noch deutlicher war der Preisanstieg für Mieter und Hausbesitzer, deren Räume mit Öl beheizt werden. Ihre Kosten würden in einer Modellrechnung um 40 Prozent oder 331 Euro höher liegen, wenn sie ihren Brennstoff täglich zum Tagespreis gekauft hätten. Dabei ist aber zu berücksichtigen, dass Heizöl in der Vorjahresperiode zeitweise sehr günstig war und dass die Kosten stark vom Zeitpunkt abhängen, an dem der Tank gefüllt wird.

Ob die Verbraucher mit Öl oder Gas geheizt haben, machte in dieser Heizperiode kaum einen Unterschied. Gas war mit 1188 Euro um 2,6 Prozent teurer als Öl mit 1157 Euro. In der Heizperiode zuvor kostete Gas bei gleicher Heizleistung noch 39 Prozent mehr als Öl. Rund 48 Prozent der Haushalte in Deutschland heizen mit Erdgas, 27 Prozent mit Heizöl.

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