Oscars® 2015

Ein unvergesslicher Tyrann: J.K. Simmons gilt als Oscar®-Favorit

Tyrannen können unwiderstehlich sein – zumindest, wenn sie von J.K. Simmons gespielt werden. Eingefleischte "Unsympathen" mit allzu menschlichen Zügen sind offensichtlich eine Paraderolle des 1955 in Detroit geborenen Schauspielers. In der "Spider-Man"-Trilogie von Regisseur Sam Raimi gab er J. Jonah Jameson, dem cholerischen Herausgeber des Daily Bugle, ein unvergessliches Gesicht. Und auch in seinem neuesten Film stellt J.K. (kurz für Jonathan Kimble) Simmons einen hochbegabten Jugendlichen auf harte Proben.

J.K. Simmons
© dpa

" Whiplash " erzählt die Geschichte des 19-jährigen Andrew Neyman (Miles Teller), der an einer New Yorker Musikschule studiert, um ein großer Jazz-Schlagzeuger zu werden. Dort gerät er an den überstrengen Lehrer Terence Fletcher, gespielt von Simmons. Fletcher erkennt das Talent seines ehrgeizigen Schützlings und treibt ihn mit aller Konsequenz zu Höchstleistungen – koste es, was es wolle.

Musik im Blut

Bereits 2013 gewann Regisseur und Drehbuchautor Damien Chazelle mit seiner Kurzversion von "Whiplash" den Jury Award des renommierten Sundance Festivals. Dank dieses Erfolgs fanden sich die ersehnten Geldgeber für eine Langversion des Stoffes. Bei den Nominierungen zur diesjährigen Oscar®-Verleihung sorgte das Werk für eine faustdicke Überraschung: In gleich fünf Kategorien dürfen sich die Macher Hoffnungen auf die begehrte Trophäe machen, darunter auch die Auszeichnung für den besten Film . Als nahezu sicherer Favorit für die Ehrung als bester Nebendarsteller gilt J.K Simmons. Die Rolle des Musiklehrers scheint ihm auf den Leib geschneidert. Nicht nur hat der multitalentierte Mime eine Ausbildung zum Filmkomponisten abgeschlossen. Vor seiner Film- und Fernsehkarriere ist Simmons bereits erfolgreich als Schauspieler und Sänger in verschiedenen Broadway-Produktionen aufgetreten.

Auf dem Weg zu höchsten Würden

Zu den Highlights seiner TV-Laufbahn zählt die Rolle als Neonazi Vern Schillinger in der HBO-Gefängnisserie "Oz - Hölle hinter Gittern", die von 1997 bis 2003 ausgestrahlt wurde. Von 2005 bis 2012 spielte er als Assistant Chief Will Pope eine Hauptrolle in "The Closer". Seit der denkwürdigen Performance als J. Jonah Jameson hat J.K. Simmons seine Talente in zahlreichen Kinoproduktionen unter Beweis gestellt. So etwa als Vater der burschikosen Ellen Page in "Juno" und in verschiedenen Werken der Coen-Brüder wie "Ladykillers" und "Burn after Reading". Sein Repertoire reicht von der Komödie bis zum ergreifenden Drama – und macht auch vor dem Actionfach nicht Halt. Erst kürzlich wurde Simmons als Hauptbesetzung für eine Neuauflage des King Kong-Stoffes gecastet. Bis dahin dürfte seine Gage kräftig gestiegen sein, denn die meisten Experten sind sich einig: J.K. Simmons hat den Oscar® als bester Nebendarsteller so gut wie in der Tasche. Seine Chancen stehen umso besser, da er für seine Darstellung in "Whiplash" bereits einige namhafte Auszeichnungen einheimsen konnte. Neben verschiedenen Kritiker-Preisen hat Simmons auch den Golden Globe gewonnen. Dieser gilt als bewährter Indikator für einen Erfolg bei der Verleihung der Academy Awards. 

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