Oscars® 2015

Emma Stone - Vielseitig und doch unverkennbar zu Oscar®-Würden?

Junge Schauspielerinnen gibt es in Hollywood wie Sand am Meer. Da hervorzustechen, ist eine Kunst für sich. Durch ihr Talent, ihre ungewöhnliche Rollenwahl und ihr gekonntes Spiel mit Erwartungen ist Emma Stone jedoch genau das gelungen. 

Emma Stone
© dpa

Die 1988 geborene Aktrice begeisterte bereits als kritischer Teenager in "Einfach zu haben", als unkonventionelle Schriftstellerin in "The Help" oder auch als kampferprobte Apokalypse-Überlebende in "Zombieland". Mit ihrer Rolle in " Birdman (oder Die unverhoffte Macht der Ahnungslosigkeit) " ist sie jedoch in ganz neue Sphären aufgestiegen. Schließlich nominierte die Academy sie dafür für den Oscar® als beste Nebendarstellerin .

Als Drogensüchtige auf Entzug zum Erfolg

Es ist nicht die erste bedeutende Nominierung , die Stone für diesen Film erhält. Auch die Golden Globes und der Screen Actors Guild Award waren für sie bereits in greifbarer Nähe. Außerdem darf sie sich Hoffnungen auf den Independent Spirit Award machen. In der Satire spielt Emma Stone Sam, Tochter eines Schauspielers, dessen beste Zeiten hinter ihm liegen. Als ihr Vater versucht, als Theaterregisseur an alte Erfolge anzuknüpfen, muss sich Sam nicht nur mit ihrem Drogenentzug, sondern auch mit dem aufdringlichen Hauptdarsteller des Stücks auseinandersetzen.

Gegen Konventionen und gesellschaftliche Erwartungen

Mit der Rolle der Sam verkörpert Emma Stone einmal mehr eine Frauenfigur, die zwischen gesellschaftlichen Anforderungen und persönlicher Zerrissenheit ihren Weg zu finden versucht. Dabei gehört Stone aber nicht zu den Schauspielerinnen, denen man Einseitigkeit vorwerfen könnte: Ob Highschool-Komödie, Horrorfilm, Synchronsprecherin im Animationsfilm oder einfühlsames Drama – ihr Repertoire ist breit gefächert. Zudem reicht es über den Film hinaus: Stones Anfänge liegen im Theater, und mit einer Rolle im Musical "Cabaret" kehrte sie nun auch dorthin zurück.
Doch sie steht für einen weiblichen Rollentypus, der sich gegenüber Klischees behaupten muss, ohne dabei zwangsläufig eine feministische Haltung einzunehmen. Insbesondere gilt das für Stones bekannteste Rollen: Für Olive ("Einfach zu haben"), deren Spiel mit Vorurteilen ihr nach und nach aus der Hand gleitet, ebenso wie für Skeeter ("The Help"), deren Werte und berufliche Ambitionen mit den Erwartungen ihres sozialen Umfelds kollidieren. Es gilt auch für Wichita ("Zombieland"), die auf den ersten Blick sehr barbiehaft wirkt, es sich aber nicht nehmen lässt, eigenhändig Zombies zu meucheln und ihr Aussehen zu ihrem Vorteil zu nutzen. Und es gilt für Sam, die Gescheiterte unter Gescheiterten, die ebenso wie ihr Vater doch irgendwie einen Weg für sich findet. Man darf gespannt sein, ob die Academy Stones Spiel in "Birdman (oder Die unverhoffte Macht der Ahnungslosigkeit)" mit der berühmtesten Trophäe Hollywoods würdigen wird. 

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