Oscars® 2015

Grand Budapest Hotel – Die Oscar®-Überraschung 2015

Am 06. Februar 2014 feierte Wes Andersons Filmkomödie "The Grand Budapest Hotel" Premiere auf der Berlinale. Knapp ein Jahr später ist der Film für neun Oscars®  nominiert. Neben der Showbiz-Satire "Birdman" ist er der am öftesten nominierte Film in diesem Jahr. 

Grand Budapest Hotel
© dpa

Die meisten der Oscar-Anwärter laufen normalerweise zum Jahresende und sind bei der Nominierung noch im medialen Gedächtnis. Dass nun "Grand Budapest Hotel", der nur kurz nach der Oscarverleihung® 2014 in den Kinos angelaufen ist, so viele Nominierungen bekommt, war also nicht selbstverständlich.
Bei der Berlinale erhielt die britisch-deutsche Koproduktion den Preis für den besten Film und auch bei den Golden Globes wurde die Komödie als bester Film in der Kategorie Komödie oder Musical ausgezeichnet. Damit ist der Film ein ernstzunehmender Kandidat bei der Oscar®-Verleihung 2015. Neben der Nominierung in der Kategorie " Bester Film " ist der Film außerdem für die beste Regie, das beste Originaldrehbuch, das beste Szenenbild, die beste Kamera, das beste Kostümdesign, den besten Schnitt, das beste Make-Up, die besten Frisuren sowie die beste Filmmusik nominiert. 

Die beste der typischen Wes Anderson-Komödien

Die Vielzahl der Nominierungen ist die Anerkennung und der Lohn für die harte und beständige Arbeit von Regisseur Wes Anderson. Unbeirrt setzt er Film für Film sein skurriles und charmantes Portfolio fort und überbietet sich jedes Mal von neuem. Seine Fans hat der Texaner größtenteils schon mit den Komödien "Rushmore" oder "Die Royal Tenenbaums", spätestens aber seit "Moonrise Kingdom" für sich und seine Machart gewonnen, doch bei der Oscarverleihung® wurde Anderson gerne übergangen. Vielleicht weil Wes Anderson’s Filme so gar nicht in das Schema Hollywood passen. Er verzichtet – so ganz untypisch für Hollywood - auf hektische Action, Explosionen, aber auch auf plumpe Witze und eintönige Charaktere. 
Ein wenig märchenhaft wirken seine Figuren und sein Setting. In einem urigen Hotel, das "Grand Budapest", in dem winterlichen fiktiven südosteuropäischen Karpatenstaat Zubrowka angesiedelt, wird aus dem Leben eines jungen Lobbyboys erzählt, der es bis zum Besitzer des Hotels geschafft hat.
Wie in den vorherigen Filmen greift Anderson auf seinen Pool bekannter und befreundeter Schauspieler zurück. Bill Murray, Owen Wilson, Edward Norton , Willem Dafoe oder Adrien Brody komplettieren ein starkes Ensemble, dass auch mit Hochkarätern wie Jude Law, Tilda Swinton oder Ralph Fiennes gespickt ist.
Von der Kritik bisher nahezu ausnahmslos positiv gewürdigt und teilweise als der beste Film in Anderson's Filmographie bezeichnet, ist "Grand Budapest Hotel" nicht nur eine der Kinoüberraschungen des Jahres 2014 gewesen, sondern könnte auch der große Gewinner der Oscar®-Nacht werden. Doch viele Nominierungen müssen kein gutes Omen sein, wie David O'Russel's Filmdrama "American Hustle" bei den Oscars 2014 zeigt. In zehn Kategorien – auch in den "Big Five" – nominiert, ging der Film letztlich leer aus und ging damit als einer der größten Verlierer in die Oscar®-Historie ein. 

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