Oscars® 2015

Mark Ruffalo überzeugt trotz hochkarätiger Konkurrenz

Für seine schauspielerische Leistung in "Foxcatcher" erhielt Mark Ruffalo – wie auch Steve Carell als Hauptdarsteller - Lob von allen Seiten und dementsprechend Beachtung bei den Nominierungen anderer Filmfestivals. Bei den British Academy Film Awards war er ebenso als bester Nebendarsteller nominiert wie bei den Golden Globes. Dass es bisher noch nicht für den Sieg in der Kategorie reichte, liegt natürlich an der bestechend hochwertig besetzten Konkurrenz, muss aber kein schlechtes Omen sein.

Mark Ruffalo
© dpa

Bei den diesjährigen Oscar®-Nominierten handelt es sich wie immer um eine buntes Potpourri aus obligatorischer Prominenz und einigen möglichen Überraschungen. Die größten Gewinner sind schon jetzt die Filme "Boyhood" von Richard Linklater und "Birdman oder (Die unverhoffte Macht der Ahnungslosigkeit)" von Alejandro González Iñárritu. In Hollywood wird in den meisten Hauptkategorien der Verleihung jeweils einer der beiden als bereits feststehender Gewinner gehandelt. Besonders die beiden Darsteller aus „Boyhood“ Patricia Arquette und Ethan Hawke sind Favoriten für die besten Nebendarsteller. Dabei hat vor allem Ethan Hawke starke Konkurrenz, denn neben Robert Duvall ("Der Richter – Recht oder Ehre"), Edward Norton ("Birdman") oder J. K. Simmons ("Whiplash"), kann sich besonders Mark Ruffalo berechtigte Hoffnungen auf den Oscar® als bester Nebendarsteller machen.

Die perfekte Besetzung für Foxcatcher

Das Sport-Drama Foxcatcher um die beiden Ringer-Brüder Mark und David Schultz und ihren millionenschweren Unterstützer John E. du Pont, das auf einer wahren Begebenheit beruht, ist ein klassischer Hollywood-Streifen. Bei der Jury der Academy Awards dürfte er damit einen besonderen Stellenwert haben, gerade weil die eigentliche Geschichte, auf der der Film basiert, in den USA wesentlich bekannter ist als hierzulande. 
Das Gespann der beiden Brüder Mark (Channing Tatum) und David (Mark Ruffalo) Schultz und dem Ringsport-Sponsor John E. du Pont (Steve Carell) ist dabei in erster Linie dafür verantwortlich, dass der Film überhaupt so viel Beachtung von Kritikern und Zuschauern gleichermaßen erfährt. Denn, während der Film an sich keinesfalls als Meisterstück in die Annalen Hollywoods eingehen dürfte, ragen insbesondere die schauspielerische Leistung von Hauptdarsteller Steve Carell und eben die von Nebendarsteller Mark Ruffalo heraus. Beiden wurde die Wandlungsfähigkeit ihrer Rolle vielleicht nicht zugetraut, beide überzeugen aber auf ganzer Linie. Dabei ist Ruffalo schon von sich aus, aber in "Foxcatcher" eben auch in seiner Rolle, offensichtlicher Sympathieträger, der als Gegenpol zu den beiden anderen Figuren wirkt. Eben eine perfekte Besetzung für die Rolle als David Schultz, dessen natürlich sympathische Art das Drama auf tragische Weise überhaupt erst so richtig befeuert. 
In seinen vorherigen Auftritten wie in "Collateral", "Shutter Island", "Iron Man 3" oder in "The Kids Are All Right", wofür er ebenfalls für den Oscar® als bester Nebendarsteller nominiert war, wurde Ruffalo von der Einseitigkeit der Figuren, die er spielte, eingeengt. Nur schwer konnte er zeigen, welches Facettenreichtum sein Repertoire hergibt. Die Nominierung ist somit auch eine Anerkennung seiner darstellerischen Leistung und der Gewinn des Oscars® wäre keinesfalls unverdient.

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