Oscars® 2015

Selma – Ein Geschichtsdrama mit Oscar®-Potential

Der Film beschäftigt sich mit einer brisanten Thematik: Die "Selma to Montgomery marches" im Jahr 1965 gelten als Höhepunkt der Bürgerrechtsbewegung in den USA. Die bei uns weniger bekannte Regisseurin Ava DuVernay entwickelte zusammen mit Paul Webb das Drehbuch und einen Streifen, der für Aufmerksamkeit sorgt. "Selma" ist der Name des mehrfach ausgezeichneten historischen Dramas, das am 19. Februar 2015 knapp vor der Oscarverleihung® in den deutschen Kinos anläuft.

Selma
© dpa

Die Stadt in der alles begann

Mit einer Spielfilmlänge von 128 Minuten wird die Geschichte einer ganzen Generation erzählt: Begonnen hat alles in Selma, einer Stadt in Alabama. Dort entstanden erste Widerstandsbewegungen gegen die Unterdrückung der Schwarzen in der afroamerikanischen Bevölkerung. Als Sprachrohr dieser US-Bürger, die bis dato teilweise immer noch wie Aussätzige behandelt werden, schließt sich Martin Luther King an und kämpft für die Rechte der Schwarzen. Doch dem Druck wird seitens der Politik nicht so schnell nachgegeben. King gerät sogar zunehmend selbst unter Druck, vor allem als ihm angedichtet wird, er hätte seine Frau betrogen.

Natürlich ist bekannt, wie die Geschichte endet, immerhin handelt es sich um ein auf wahren Begebenheiten beruhendes Drama, das ganz Amerika verändert hat. Und dieses Drama hat es in sich. Sehr emotional und sicherlich den Nerv des amerikanischen Publikums treffend widmet sich DuVernay hier einem Thema, das gerne und lange totgeschwiegen oder mit Samthandschuhen angefasst wurde. In den Hauptrollen sieht man David Oleyowo ("Interstellar") als überzeugenden Martin Luther King, Tom Wilkinson (" Grand Budapest Hotel ") als damaligen Präsidenten Lyndon B. Johnson und Tom Roth ("Grace Of Monaco"), der den ehemaligen Gouverneur von Alabama Geroge Wallace darstellt. In weiteren Rollen sind außerdem Cuba Gooding Jr. ("The Butler"), Oprah Winfrey und Martin Sheen ("Trash") zu sehen.

Kann Selma den Oscar® holen?

Es gibt eine Menge Gründe warum der Film in den zwei Kategorien, in denen "Selma"  nominiert ist, gewinnen könnte. Für den Besten Song wurden "Glory" und Interpret John Legend nämlich schon mit dem Golden Globe ausgezeichnet, dem Oscar-Indikator schlechthin. In der wichtigsten Sparte, "Best Motion Picture Of The Year" konnte der Film sich zusätzlich eine Nominierung sichern. Verständlicherweise: Neben der authentischen Darstellung der realen Charaktere und der Tiefe der Handlung hat der Film mit Oprah Winfrey "Amerikas einflussreichster Frau", eine Produzentin an Bord, die ein Händchen für den Erfolg hat. Die Talk-Masterin, die beispielsweise auch schon in „Die Farbe Lila“ neben Whoopi Goldberg glänzte, wirkt außerdem selbst als Darstellerin mit.

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