Oscars® 2015

Sind aller guten Dinge drei für Ethan Hawke bei den Oscars® 2015?

Seit den frühen 1990ern ist Ethan Hawke eine Konstante in Hollywood. Der 1970 in Austin geborene Schauspieler machte sich vor allem mit seinen Leistungen in Filmen wie "Der Club der toten Dichter" (1989), "Wolfsblut" (1991), "Überleben!" (1993), "Reality Bites - Voll das Leben" (1994) und "Before Sunrise" (1995) einen Namen. Mittlerweile ist Hawke in seinen Vierzigern angekommen und hat auch Erfahrungen im Bereich Regie, Theater und Drehbuch sammeln können.

Ethan Hawke
© dpa

Die drei Nominierungen des Ethan Hawke

Im Jahr 2002 durfte sich Hawke über seine erste Oscar®-Nominierung freuen. Diese erhielt er als Bester Nebendarsteller für den Film "Training Day". Hier spielte er den unerfahrenen Polizisten Jake Hoyt, der sich in den Slums von Los Angeles gegen Drogendealer, Gangs und seinen Detective (gespielt von Denzel Washington) behaupten muss. Es blieb bei der Nominierung, der Oscar® ging damals an den britischen Schauspieler James "Jim" Broadbent für seine Leistung in "Iris".
2005 folgte die zweite Nominierung. Diesmal war er nicht als Schauspieler, sondern als Drehbuchautor für den Film "Before Sunset" (Fortsetzung von "Before Sunrise" aus dem Jahr 1995), obwohl er natürlich auch hier die Hauptrolle übernahm. Der Oscar® für das beste adaptierte Drehbuch ging dann an Alexander Payne und Jim Taylor für "Sideways".
Zehn Jahre später darf sich Ethan also über seine dritte Oscar®-Nominierung freuen. Im Film "Boyhood" spielt Hawke den Vater der Hauptperson, nämlich des Jungen Mason. Nominiert ist Hawke als Bester männlicher Nebendarsteller.

"Boyhood", ein filmisches Echtzeitprojekt

Im Jahr 2002 startete der Regisseur Richard Linklater ein Filmprojekt, das es bisher so nie gegeben hat. Der Regisseur hatte die Idee, einen Film über die Kindheit und das Aufwachsen eines Jungen zu drehen. Aber er wollte sich nicht auf einen kurzen Lebens-Abschnitt beschränken, er wollte das komplette Heranwachsen beleuchten. Also entwickelte er ein Projekt, das sich über 12 Jahre erstrecken sollte. Dabei war er bereit, mögliche Risiken in Kauf zu nehmen - denn nichts in diesen 12 Jahren war wirklich vorhersehbar. Welche Entwicklung würden gerade die jungen Schauspieler durchmachen? Wie würde sich die Filmtechnik verändern? Der Regisseur und Drehbuchautor musste in seiner Planung flexibel genug bleiben, um sich den Geschehnissen und Entwicklungen anzupassen. Er musste sich aber auch auf die Kontinuität seiner Schauspieler verlassen können, damit das Projekt realisiert werden konnte. Deswegen ist es nicht verwunderlich, dass er als ersten Schauspieler Ethan Hawke verpflichtete, mit dem er bereits "Before Sunrise", "Before Sunset" und "Before Midnight" verwirklicht hatte. So kam die Crew jedes Jahr für ein paar Wochen zusammen, um an diesem Projekt zu arbeiten. Insgesamt gab es 39 Drehtage, die sich auf die zwölf Jahre verteilten.

Hawke spielt den Vater der Hauptfigur Mason, Mason Senior. Der Vater ist von der Mutter geschieden, taucht aber - wie so oft im echten Leben auch - immer wieder im Leben des Jungen auf und nimmt eine wichtige Rolle in dessen Entwicklung ein. 
Es bleibt für Ethan Hawke zu hoffen, dass ihm das Sprichwort "Aller guten Dinge sind drei." bei seiner dritten Nominierung für den Oscar® Glück bringt.

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