Oscars® 2015

Still Alice – bewegendes Alzheimer-Drama mit Julianne Moore

Eine Nominierung für den besten Film konnte das Filmdrama "Still Alice – Mein Leben ohne Gestern" nicht ergattern. Dennoch wird dieser Film auch über die Oscar®-Verleihung hinaus für Aufsehen sorgen. Nicht nur die Behandlung eines schwierigen Themas, sondern vor allem die Leistung der Hauptdarstellerin Julianne Moore wird verhindern, dass der Film in Vergessenheit gerät. Nicht umsonst gilt Moore als eine der heißesten Anwärterinnen auf die begehrte Auszeichnung als beste Hauptdarstellerin bei den diesjährigen Oscar®-Verleihungen.

Still Alice
© dpa

"Still Alice – Mein Leben ohne Gestern" beruht auf dem gleichnamigen Erstlings-Roman von Lisa Genova. Sie beschreibt darin das Schicksal einer Universitätsprofessorin, deren Leben sich plötzlich völlig verändert, als sie an Alzheimer erkrankt. Der Roman hielt sich wochenlang in den Bestsellerlisten und wurde 2014 von Richard Glatzer und Wash Westmoreland verfilmt. 

Alzheimer – die Krankheit des Vergessens

Die Professorin Alice Howland ist 50 Jahre alt, als sich die ersten Anzeichen einer Alzheimer Erkrankung bemerkbar machen. Die Diagnose erschüttert nicht nur Alice, sondern ist für die ganze Familie ein Schock. Das bisher glückliche Familienleben an der Seite ihres Mannes John und der drei bereits erwachsenen Kinder droht, an der fortschreitenden Krankheit zu zerbrechen. Alices Erinnerungen an das, was gestern war, verblassen immer mehr. Die Familie muss einen Weg finden, um die schwere Krise zu bewältigen.
Das Thema "Alzheimer" in einem Film aufzubereiten, ist eine schwierige Aufgabe. Umso mehr zu loben ist der in nur 23 Tagen entstandene Film, der es schafft, das Problem auf sensible Weise darzustellen, ohne dabei zu sehr ins Tragische abzugleiten. Zu verdanken ist es vor allem der darstellerischen Leistung von Julianne Moore. Sie hatte eigens die Dreharbeiten von "Die Tribute von Panem – Mockingjay Teil 1" unterbrochen, um die Hauptrolle zu übernehmen. Den Ehemann John verkörpert Alec Baldwin, der diese Rolle auf Wunsch von Moore spielte. In weiteren Rollen wirken Kristin Stewart und Kate Bosworth als Töchter Lydia und Anna sowie Hunter Parrish als Sohn Tom mit. Dass der Film sehr authentisch wirkt, ist auch dem Co-Regisseur Richard Glatzer zu verdanken, der selbst an einer schweren Erkrankung leidet und nur über eine spezielle App für das iPad kommunizieren kann. In Deutschland wird der Film erst nach der Oscar®-Verleihung zu sehen sein. Starttermin hierzulande ist der 5. März.

Die fünfte Oscar®-Nominierung für Julianne Moore

Für Moore ist es bereits die fünfte Nominierung für einen Oscar®. Erhalten hat sie ihn bisher nicht. Als Konkurrentinnen für den Oscar 2015 treten Reese Witherspoon ( Der große Trip – Wild ), Rosamund Pike ( Gone Girl ), Felicity Jones ( The Theory of Everything ) und Marion Cotillard ( Two Days one Night ) an. Angesichts ihrer überragenden Leistung wird Moore als große Favoritin gehandelt. Zu wünschen wäre es ihr, dass es im fünften Anlauf endlich gelingt, den begehrten Goldjungen in Empfang zu nehmen.

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