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Atkins-Diätplan: Anleitung, Rezepte und Erfahrungen

Keine Kohlenhydrate, viele Fette – so lautet, knapp zusammengefasst, das Motto der Atkins-Diät von Robert Atkins. Diätplan sei Dank steht fest, was in Phase 1 bis 4 gegessen werden darf. Was sich im Detail hinter der Schlankheitskur verbirgt, welche Rezepte empfohlen werden und welche Vor- und Nachteile bestehen, erfahren Sie hier, im SAT.1 Ratgeber.

07.03.2016 08:00 | 2:04 Min | © Targetvideo

Atkins-Diätplan: Was steckt dahinter?

Brot, Kartoffeln, Nudeln und andere Kohlenhydrate – auf all das müssen Sie verzichten, wenn Sie mit der Atkins-Diät abnehmen möchten. So weit, so einfach. Nur die wenigsten wissen jedoch, dass auch Zucker zu den Kohlenhydraten gehört. Süßigkeiten, zuckerhaltige Getränke und Kuchen sind daher ebenfalls nicht erlaubt. Je nach Phase sind auch andere Lebensmittel bedenklich, da sie viel natürlichen Zucker enthalten. Welche das sind, können Sie zum Beispiel mit einer Ernährungs-App herausfinden. 

Via App zum Traumgewicht? Ganz so einfach ist es zwar nicht, doch viele Progr...
Via App zum Traumgewicht? Ganz so einfach ist es zwar nicht, doch viele Programme verraten Ihnen, welches Lebensmittel wie viel Kohlenhydrate enthält – wichtig für den Atkins-Diätplan. © Syda Productions - Fotolia
Ernährungsplan in Phase 1 bis 4: Anleitung

Der Atkins-Diätplan gliedert sich in vier Phasen.

Phase 1 dauert mindestens zwei Wochen, kann aber auch verlängert werden, um den Körper an die  Ernährungsumstellung  zu gewöhnen. Erlaubt sind Fisch und Fleisch – aber nur pur. Würstchen, Leberwurst, Fertig-Frikadellen und Konserven fallen aufgrund ihrer Inhaltsstoffe raus. Auch Kohlenhydrate aller Art sind weitestgehend tabu. Ein absolutes Muss: viel trinken, am besten Wasser oder ungesüßten Tee, um die Nieren zu entlasten.

Ab Phase 2 sind wöchentlich fünf Gramm Kohlenhydrate zusätzlich erlaubt – zum Beispiel in Form von Beeren, Nüssen oder Milchprodukten auf dem Speiseplan. Kontrolle ist hier das A und O. Steigt das Gewicht, wird empfohlen, die Kohlenhydratmenge erneut zu reduzieren.

In Phase 3 der Atkins-Diät angekommen, sollten Sie Ihr  Wunschgewicht  bereits erreicht haben. Ist das nicht der Fall, können Sie mit nährstoffreicher Kost ein- bis zweimal die Woche etwas nachhelfen, bis Sie in Phase 4 übergehen, die sogenannte Erhaltungsphase.

Hier, in Phase 4, geht es darum, das erreichte Gewicht zu halten. Kohlenhydrate sind dann zwar wieder erlaubt, aber nur in Maßen. Begleitend werden Kraft- und  Ausdauertraining  empfohlen - denn Sport hilft bekanntlich dabei, den Jojo-Effekt zu verhindern. Wie in Phase 3 gilt auch hier: Bei Gewichtszunahme sollte die Kohlenhydratzufuhr wieder reduziert werden.

Ideen und Rezepte für Phase 1

Sport und Ernährung gehen auch bei der Atkins-Diät Hand in Hand.
Sport und Ernährung gehen auch bei der Atkins-Diät Hand in Hand. © Halfpoint - Fotolia

Phase 1 ist laut Ernährungsplan die strengste Phase der Atkins-Diät, denn hier müssen Sie auf Kohlenhydrate ganz und gar verzichten. Damit die Mahlzeiten trotzdem schmecken, sollten die Rezepte möglich abwechslungsreich sein, denn nur so kommt keine Langeweile auf und Sie halten die Ernährungsumstellung auch durch.

Wie wäre es zum Beispiel mit Egg Benedict zum Frühstück – mal was anderes. Hierfür wird Ei in einer Tasse aufgebrochen, in heißes Wasser gestellt und anschließend mit gebratenem Schinken und warmer Sauce Hollandaise angerichtet.

Zum Mittagessen gibt es ebenfalls leckere Rezepte ohne Kohlenhydrate – Hühnchen-Salat und gefüllte Curry-Eier etwa. Die Wahl haben Sie natürlich auch am Abend: Chicken mit Dijon-Senf und Kräutern oder einfach Ihr Lieblingsgericht ohne Kartoffeln, Nudeln oder Reis. Achten Sie aber darauf, dass etwaiges Gemüse nicht zu kohlenhydrathaltig ist.

Hier kann wie beschrieben eine Ernährungs-App helfen.

Erfahrungen, Vor- und Nachteile der Low Carb-Diät

Atkins-Diät-Rezepte gibt es für jede Phase. Für Phase 1 ideal: ein leichter B...
Atkins-Diät-Rezepte gibt es für jede Phase. Für Phase 1 ideal: ein leichter Blattsalat mit Hähnchen. © ExQuisine - Fotolia

Positiver Nebeneffekt für alle, die sich an den Atkins-Diätplan halten: Die Mahlzeiten lassen sich leicht zubereiten und besonders in Phase 1 purzeln die Pfunde schnell. Schwieriger aber ist es, das Gewicht am Ende auch zu halten.

Wem seine Gesundheit lieb ist, der sollte von der Diät auch nicht zuletzt deshalb absehen, weil die Abfallprodukte von fett- und eiweißhaltigen Speisen zu Nierenproblemen, Herz-Kreislauf-Erkrankungen, hohem Blutdruck und Stoffwechselstörungen führen können. Außerdem ist die Atkins-Diät alles andere als abwechslungsreich.

Fazit: Dr. Atkins starb mit einem  BMI  von mehr als 30 an Herzproblemen und Übergewicht. Für den Fall, dass der Erfinder sich an seine eigenen Regeln gehalten hat, sind die Erfolge der Atkins-Diät also durchaus fraglich.

Besonders bedenklich: mögliche organische Schäden an Niere und Herzkreislauf-System sowie kritische Blutwerte und eventuelle Stoffwechselstörungen. Wer all das nicht in Kauf nehmen möchte, ist wohl besser beraten, seine Ernährung auf gesunde und abwechslungsreiche Kost umzustellen und regelmäßig Sport zu machen.

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