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Body-Mass-Index: So berechnen Sie Ihren BMI

Der BMI sagt etwas über das Gewicht aus. Denn der Body-Mass-Index ist eine Formel, mit der sich berechnen lässt, wie sich Gewicht zu Körpergröße verhält. Alles über den berühmten Index erfahren Sie im SAT.1-Ratgeber.

21.04.2013 19:05 | 7:52 Min | © ProSieben

Body-Mass-Index berechnen

Die Menschen werden immer dicker – weltweit. Schätzungen haben ergeben: Bis 2015 wird etwa ein Drittel aller Erwachsenen übergewichtig sein. Übergewichtig ist, wer einen BMI von über 25 hat. Wer wissen möchte, ob er Unter-, Normal- oder Übergewicht hat, berechnet den Body-Mass-Index mit folgender Formel: Gewicht in Kilo geteilt durch Körperlänge in Metern zum Quadrat. Beispiel: Sie sind 1,70 und wiegen 60 Kilo. Dann liegt Ihr BMI bei 20,8 – Sie haben Idealgewicht . Um Ihren Body-Mass-Index zu berechnen, müssen Sie mittlerweile jedoch nicht einmal mehr den Taschenrechner zur Hand nehmen, denn auf zahlreichen Plattformen im Internet finden Sie einen BMI-Rechner: Einfach Körpergröße und Gewicht eintragen – den Rest erledigt das Programm.

Liegt der BMI allerdings bei über 30, gilt Alarmstufe Rot, denn dann ist nicht nur Übergewicht im Spiel, dann spricht man gar von Fettleibigkeit. Alarmierend: 25 Prozent der Deutschen sind fettleibig. Doch woher kommt das Übergewicht? Die Antwort: Die meisten Menschen essen zu viel – und dann auch noch das Falsche. Fleisch, Kohlenhydrate, Fett und Zucker – das alles schlägt sich auf Bauch, Hüften und Hintern nieder.

Body-Mass-Index: Frauen versus Männer

Fitnesstraining  im Studio – das lohnt sich offenbar auch in Sachen BMI, denn neben Körpergröße und Gewicht spielt bei der Berechnung auch der Anteil der Muskelmasse eine Rolle. Der Grund: Muskeln sind bekanntlich schwerer als Fett. Häufig zeigen BMI-Tabellen daher für beide Geschlechter unterschiedliche Werte an. Im Schnitt ein BMI-Punkt höher liegt die Grenze bei Männern in den Sparten Unter-, Normal- und Übergewicht. Beispiel: Während Frauen schon mit einem BMI-Wert von 24 als übergewichtig gelten, liegt diese Grenze für Männer bei 25. Als untergewichtig gelten Frauen mit einem BMI unter 19, Männer unter 20. Für starkes Übergewicht und Adipositas, also Fettleibigkeit, gelten wiederum die gleichen Werte beim Body-Mass-Index, ab einem Wert von 30, 35 beziehungsweise 40 plus. Männer und Frauen werden also, was Gewicht und Gesundheitsrisiko angeht, unterschiedlich bewertet – doch genügt diese Differenzierung?

Kritik am BMI: Maßlos überschätzt

Schon lange gilt der BMI bei Experten nicht mehr als das Nonplusultra bei der Einschätzung des individuellen Gesundheitsrisikos, denn der Body-Mass-Index sagt schließlich nur, wie hoch das Gesamtgewicht ist. Weder Körperfett noch Statur werden hier berücksichtigt. Vereinfacht gesagt: Wer gertenschlank ist, aber schwere Knochen hat, hat Pech gehabt. Ebenfalls abspecken müsste beispielsweise ein Leistungssportler mit viel Muskelmasse. Selbst Wladimir Klitschko wäre nach BMI-Tabelle demnach übergewichtig. Fazit: Für die Gesundheit hat der BMI offenbar kaum Aussagekraft, denn Schlaganfall-, Herzinfarkt- und sogar Sterberisiko steigen mit ungesunder Lebensweise, nicht aber mit zunehmendem Gewicht. Experten empfehlen daher, sich lieber an einer anderen Formel zu orientieren, der sogenannten Waist-to-height-ratio, dem Verhältnis von Taillenumfang zu Körpergröße, wo auch das Bauchfett eine Rolle spielt, das bekanntlich schlimmer ist als Hüftpölsterchen & Co. Welche Bedeutung diese Richtlinie allerdings tatsächlich hat, müssen weitere Studien erst noch ergeben. Dem Body-Mass-Index wird in der Medizin und Wissenschaft aber schon jetzt ‚Adieu‘ gesagt.

Wo die dicksten und dünnsten Menschen der Welt leben, welche Lebensmittel wahre Dickmacher sind und was am besten beim Abnehmen hilft, erfahren Sie im Video.

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