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Abnehmen trotz Schwangerschaft

Diät in der Schwangerschaft: Gut oder gefährlich?

Wenn die Pfunde unkontrolliert zu steigen beginnen, denken einige Frauen über eine Diät in der Schwangerschaft nach. Doch mit einer reduzierten Ernährung können Sie das Wohl des Ungeborenen gefährden. Erfahren Sie mehr zum Thema Abnehmen in der Schwangerschaft.

In der Schwangerschaft ist das Wohlbefinden von Mutter und Kind das Wichtigst...
In der Schwangerschaft ist das Wohlbefinden von Mutter und Kind das Wichtigste. Eine Diät ist jetzt nicht sinnvoll. © Pixabay

Diät und Schwangerschaft: Keine gute Kombination

Eine gesunde Ernährung in der Schwangerschaft unterstützt das Wachstum des Un...
Eine gesunde Ernährung in der Schwangerschaft unterstützt das Wachstum des Ungeborenen. Besonders Obst und Gemüse liefern wichtige Vitamine. © Kzenon - Fotolia

Tut sich in puncto Gewicht in den ersten drei Monaten einer Schwangerschaft meist noch nichts, beginnt die Waage bei vielen Frauen ab dem 4. Monat auszuschlagen. Kein Grund für eine Diät! Vielmehr sollte die Kalorienmenge , die dem Körper täglich zugeführt wird, um etwa 20 Prozent erhöht werden. Das bedeutet, dass zum normalen Umsatz 300 bis 500 Kalorien aufgeschlagen werden, um das Ungeborene mit Nährstoffen zu versorgen. Bei einer Diät während der Schwangerschaft und auch sonst wird in der Regel die zugeführte Kalorienmenge deutlich reduziert. Wenn Sie jetzt abnehmen, kann das schnell einen Mangel an Folsäure, Eisen und anderen wichtigen Vitaminen und Mineralstoffen für Mutter und Kind bedeuten.

Gerade für das Wachstum des Babys sind die Nährstoffe lebenswichtig. Eine Diät in der Schwangerschaft kann also nicht nur der Mutter, sondern auch dem Ungeborenen schaden. Auch wenn’s schwerfällt: Seien Sie ganz beruhigt, denn die Zunahme an Gewicht ist prinzipiell ein Indiz dafür, dass sich Ihr Kind gut entwickelt. Dabei ist eine Zunahme von rund 15 Kilogramm während der Schwangerschaft ganz normal.

Diät in der Schwangerschaft bei Übergewicht?

Mit Sport können Schwangere ihre gesunde Ernährung unterstützen. Doch übertre...
Mit Sport können Schwangere ihre gesunde Ernährung unterstützen. Doch übertreiben Sie es nicht. © vladimirfloyd - Fotolia

Nichtsdestotrotz ist eine Schwangerschaft natürlich kein Freibrief dafür, gar nicht mehr auf sein Gewicht zu achten. Wer schon vor der Schwangerschaft Übergewicht hatte oder deutlich über 15 Kilo zunimmt, riskiert Diabetes oder Bluthochdruck als mögliche Folgen. Tipp: Konsultieren Sie regelmäßig Ihren Frauen- oder Hausarzt, der die Entwicklung des Kindes und Ihres Gewichts genau beobachtet. Nach Absprache mit diesem kann eine Ernährungsumstellung zum gesunden Abnehmen eingeleitet werden.

Ernährungsumstellung erlaubt

Eine Ernährungsumstellung darf nicht mit einer Diät verwechselt werden. Statt einer Diät in der Schwangerschaft gilt es vielmehr, sich gesund und ausgewogen zu ernähren. Abnehmen allein steht nicht im Vordergrund. Dabei sollten alle vier Lebensmittelgruppen auf dem Speiseplan stehen: proteinreiche Lebensmittel wie Fleisch und Eier, Milchprodukte, stärkehaltige Nahrungsmittel wie Brot und Kartoffeln sowie natürlich Obst und Gemüse. Feldsalat, Spinat und grünes Blattgemüse enthalten zum Beispiel Folsäure und sollten daher auf dem Speiseplan einer Schwangeren nicht fehlen. Bei Eiweiß, Fett und Zucker darf es gern weniger sein. Die größten Kalorienfallen stecken übrigens in industriell verarbeiteten Lebensmitteln wie Schokoriegeln und Fast Food . Eine Reduzierung dieser Lebensmittel ist schon die halbe Miete. Sport unterstützt die gesunde Lebensweise nachhaltig.

Fazit: Eine Diät in der Schwangerschaft ist keine gute Idee. Werdende Mütter, die eine Abnehmkur trotz Schwangerschaft machen, riskieren einen Nährstoffmangel bei ihrem Baby. Die Folgen dafür sind nicht abzusehen. Wer meint, abnehmen zu müssen, konsultiert am besten einen Arzt und stellt unter Beobachtung seine Ernährung grundlegend und dauerhaft um.

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