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Gen-Diät im Test: Individuell erfolgreich abnehmen?

Viele Frauen klagen über Problemzönchen am Körper, denen auch mit einer Diät schwer beizukommen ist. Mit der sogenannten Gen-Diät könnte dieses Problem allerdings der Vergangenheit angehören. Zwei SAT.1 Probandinnen haben den Test gemacht und sind beinahe aus den Latschen gekippt. Abnehmen leicht gemacht?

05.01.2015 17:00 | 7:27 Min | © ProSieben

Abnehmen mit der Gen-Diät? Das Prinzip

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Kohlenhydrate, Fette, Eiweiß – jeder Mensch setzt diese Stoffklassen anders um. Die Gen-Diät berücksichtigt das. © Jacek Chabraszewski - Fotolia

Möglichst wenig Kohlenhydrate, aber viel Eiweiß, keine Mahlzeiten mehr nach 18 Uhr und am besten ganz auf Süßigkeiten verzichten? Frauen tun für ihren Traum vom Wunschgewicht  so einiges. Was die meisten allerdings nicht wissen: Jeder Körper ist verschieden und verarbeitet Kohlenhydrate, Fette und Eiweiße anders – der Grundgedanke der Gen-Diät. Und so funktioniert’s: Zunächst wird ein Abstrich von der Mundschleimhaut gemacht und dieser anschließend analysiert. Der Test wertet die individuellen Gene aus und zeigt Ihnen, mit welchen Lebensmitteln Sie – und nur Sie – gut oder schlecht abnehmen können.

Der Test: Individuelle Analyse

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Will das Hüftgold einfach nicht schwinden, kann das Veranlagung sein. Abnehmen können Sie dann nur, wenn Sie wissen, welche Stoffklassen sie gut vertragen und welche nicht. © Picture-Factory - Fotolia

Katharina und Bahare wollen es genauer wissen. Obwohl die beiden eine Spitzenfigur haben, sind Bauch und Hüften – wie bei 33 Prozent aller Deutschen – der Nörgelgrund. Die beiden haben schon einige Diäten ausprobiert, ohne großen Erfolg allerdings. Ernährungs- und Fitnesstrainerin Dr. Tatjana Ballauff weiß genau, warum die beiden ihr Hüftgold trotz Sport und Kalorienzählen nicht loswerden:  Die genetische Veranlagung spielt beim Abnehmen eine extrem wichtige Rolle. Jeder Körper tickt schließlich anders und reagiert eben auch anders auf Diäten. Hier kommt die Gen-Diät ins Spiel.

Bevor der Test startet, werden Körpergewicht, Fettmasse und Hüftumfang der beiden gemessen, um die Ausgangssituation zu dokumentieren. Bei Katharina fällt auf: Gewicht und Hüftumfang sind normal, der Fettgehalt ist mit 30,4 Prozent aber zu hoch. Dann folgt der Gentest, ein einfacher Wangenabstrich. Bleibt die Frage: Wo kann man eine solche Analyse machen lassen? Anbieter des anonymisierten Tests sind einige Fitnesscenter, aber auch in der Apotheke kann man Glück haben. Die Kosten allerdings sind hoch: 240 Euro. Alles andere als günstig, dafür jedoch einmalig, denn Gene verändern sich ein Leben lang nicht.

Die Auswertung

Für sein Geld bekommt der Kunde aber auch was: nämlich eine 28-seitige Auswertung, in der erklärt wird, welche Nahrungsmittel gut und welche eher problematisch zum Abnehmen sind, sowie Empfehlungen für Sportarten, bei denen die Pfunde am schnellsten purzeln.

14 Tage später: Die DNA-Ergebnisse von Katharina und Bahare sind da – und sie fallen sehr überraschend aus. Vegetarierin Katharina verstoffwechselt Kohlenhydrate und Fette eher negativ, sollte also mehr Proteine wie Fleisch, Fisch und Soja-Produkte essen – nicht ganz leicht, wenn man sich vegetarisch ernährt. Auch das jahrelange Joggen  war nicht ohne Grund erfolglos. Denn ihr Körper reagiert am meisten auf Schnellkraftsportarten wie Handball, Tennis und Aerobic .

Bahare hat in der Vergangenheit auf den Mythos „Kohlenhydrate machen dick“ und entsprechende Erfahrungen anderer gesetzt – ein Fehler, denn der Test zeigt: Sie kann Kohlenhydrate besonders gut umsetzen, sollte also mehr Baguette und Co. essen.

Start für die Gen-Diät: Erfolge dank richtiger Lebensmittel?

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Wer wie Bahare Kohlenhydrate gut umsetzt, sollte mehrmals am Tag Nudeln, Reis und Co. verzehren. © Pixabay

Für Bahare heißt es bei der Gen-Diät statt Rohkost endlich Reis und Nudeln satt. Katharina hingegen baut jetzt mehr Eiweiß in ihren Alltag mit ein. Außerdem tauschen beide ihre Laufschuhe gegen Springseil und Schlingentraining . Nach zwei Monaten werden Gewicht, Körperfett und Hüftumfang dann noch einmal kontrolliert.

Fazit: Bahare konnte mehr als drei Kilo abnehmen und auch Körperfett und Hüftumfang um jeweils drei Prozent beziehungsweise Zentimeter reduzieren. Bei Katharina sieht es ähnlich aus – beide Frauen können es nicht glauben. Von quälenden Diäten und vermeintlichen Abnehmtipps wollen die beiden jedenfalls nichts mehr hören, denn sie wissen jetzt, was ihnen zu einer Top-Figur verhilft – und das ein Leben lang!

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