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Heilfasten zu Hause: Anleitung, Erfahrungen und Rezepte

Fertigpizza, Döner und Schokotorte tragen nicht gerade zu einem guten Körpergefühl bei. Tun Sie sich etwas Gutes, indem Sie heilfasten. Zu Hause lässt sich dies gut bewerkstelligen – eine kostspielige Heilfastenkur ist also nicht notwendig. Welche Vorteile die „Reinigung von innen“ hat und eine Anleitung zum Fasten, hier, im SAT.1 Ratgeber.

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Heilfasten, Fasten – welche Unterschiede gibt es?

Fasten , Heilfasten zu Hause – keinen Plan, wo da eigentlich der Unterschied liegt? Fasten ist ursprünglich eine religiöse Tradition. Katholiken üben sich vor der Oster- und Weihnachtszeit im Verzicht, Muslime während des Ramadans. Jede religiöse Gemeinschaft fastet anders, bei allen spielt jedoch der Verzicht auf Nahrung eine Rolle. Heilfasten unterscheidet sich vom Fasten insofern, dass es keines religiösen Kontextes bedarf. Auch nicht-gläubige Menschen fasten zu Hause, wenngleich viele die Erfahrung als spirituell beschreiben.

Heilfasten zu Hause nach Plan: Positive Erfahrungen

Ob aus religiösen, gesundheitlichen oder spirituellen Gründen: Heilfasten bietet viele Vorteile. Ihr Körper schaltet sozusagen auf verlängerten Nachtmodus – im Schlaf essen Sie schließlich auch nichts. Schon nach einem Tag Heilfasten zu Hause werden Sie abnehmen, wenn auch überwiegend Wasser. Doch viel wichtiger: Da der Körper nicht mit der Verdauung von Nahrung belastet wird, werden Leber und Galle entlastet. Jetzt können sich die Organe ganz auf die Entgiftung und Entschlackung  des Körpers konzentrieren. Trinken ist während der Heilfastenkur natürlich nicht verboten, sondern ausdrücklich erlaubt. Die Flüssigkeit sorgt dafür, dass Schlacken ausgeschwemmt werden, wodurch sich Ihr Stoffwechsel  schon nach 24 Stunden spürbar verbessert.

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Trinken Sie viel, wenn Sie heilfasten. Zu Hause wie unterwegs gilt: Ein Glas Wasser pro Stunde sollte es schon sein. © Picture-Factory - Fotolia

Fastenkuren für zu Hause: Weitere Vorteile

Darüber hinaus üben Sie sich in Disziplin, die Ihrem Essverhalten nach der Fastenkur zu Hause zugutekommt. So fällt es Ihnen leichter, schlechte Angewohnheiten wie zwischenzeitliches Naschen aufzugeben. Außerdem essen Sie insgesamt weniger und sind mit kleineren Portionen auf dem Teller zufrieden. Wie gut Sie diese neuen Strategien annehmen, ist eine Frage des Willens und hängt davon ab, wie lange Sie heilfasten. Zu Hause können Sie die Kur übrigens genauso gut machen wie im Urlaub. Hauptsache, Sie halten sich an den Plan.

Anleitung zum Heilfasten zu Hause: Rezepte und Tipps

Wichtigste Voraussetzung zum Fasten, egal welcher Art: Gesundheit, Fitness und Motivation. Schlechte Grundbedingungen hingegen sind zum Beispiel Depressionen, Essstörungen, Diabetes, hoher Blutdruck, starkes Über- oder Untergewicht sowie ausgeprägte Allergien. Sind Sie unsicher, ob einer dieser Risikofaktoren auf Sie zutrifft, sollten Sie vorher einen Arzt konsultieren, um ein eventuelles Gesundheitsrisiko auszuschließen.

Egal, ob Sie drei, fünf oder sieben Tage fasten, beginnen Sie mit einem Entlastungstag, sprich: Verzichten Sie zunächst nicht komplett auf Nahrung. Und so könnte Ihr Entlastungstag nach Anleitung aussehen: Bringen Sie Ihren Kreislauf mit einem Glas lauwarmem Wasser erst einmal in Schwung. Das Frühstück gestaltet sich fruchtig-süß: 1 Kiwi, 1 Clementine und 1 Apfel in Stücke schneiden und mit 150 Gramm fettarmem Joghurt und 1 Teelöffel Honig verrühren. Guten Appetit!

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Der Plan für den Entlastungstag: leichte Kost. Etwas Joghurt mit Obst zum Frühstück ist ideal. © Zerbes - Fotolia

Hungerattacken vor dem Mittagessen? Stillen Sie diese mit einem Gemüsesaft. Mittags geht's weiter mit leichter Kost: 250 Gramm Pellkartoffeln mit magerem Kräuterquark – das muss reichen. Für das Abendessen steht noch einmal etwas Warmes auf dem Plan: gedünstetes Gemüse Ihrer Wahl und 60 Gramm Naturreis.

Anleitung fürs Vollfasten: Erst Darm reinigen, dann starten

Bevor Sie am nächsten Tag komplett auf Nahrung verzichten, ist es wichtig, den Darm zu entleeren. So wird Ihr Hungergefühl gemildert und der Körper konzentriert sich auf andere „Baustellen“. Zur natürlichen Darmentleerung haben sich 1 bis 2 Gläser Sauerkrautsaft auf nüchternen Magen bewährt. Wer oft Verdauungsprobleme hat, kann es auch mit Glauber- oder Bittersalz aus der Apotheke probieren.

Der Darm ist leer? Dann kann’s ja jetzt losgehen. Statt Nahrung stehen nun nur noch Kräutertees, Brühe und Wasser auf Ihrem Plan. Beginnen Sie den Tag mit 200 Millilitern lauwarmem Wasser und einem Spritzer Zitronensaft. Nach dem Duschen trinken Sie zwei Tassen Kräutertee – beispielsweise mit Rosmarin. Der regt den Stoffwechsel an . Nachmittags gönnen Sie sich noch mal Kräutertee. Zur Mittagszeit und abends gibt es Fastenbrühe. Diese können Sie aus püriertem Gemüse – zum Beispiel Paprika, Tomaten, Sellerie und Möhren – sowie Wasser leicht selber machen. So geht Heilfasten zu Hause.

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Laut Anleitung sind beim Vollfasten nur flüssige Mahlzeiten erlaubt: Gemüsebrühe zum Beispiel. © S.H.exclusiv - Fotolia

Fastenkur beendet – und dann?

Nach Beendigung des Heilfastens sollten Sie Ihren Magen noch etwas schonen. Gönnen Sie sich an den ersten Tagen noch leichte Kost in Form von Kartoffelpüree und Knäckebrot mit Quark beispielsweise. Auch die Brühe können Sie weiterhin zu sich nehmen. Langsam, aber stetig können Sie dann wieder feste Nahrung hinzufügen – im Idealfall behalten Sie sich das gute Gefühl und eine erhöhte Aufmerksamkeit für die Bedürfnisse Ihres Körpers vom Heilfasten zu Hause bei.

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