Ratgeber

Wenn die Leber den Speiseplan bestimmt

Leberdiät: Fettarme Ernährung bei Lebererkrankungen

Menschen mit einer Lebererkrankung sollten sich ausgewogen und gesund ernähren  – eine spezielle Leberdiät gibt es in diesem Falle nicht. Wer allerdings unter Leberzirrhose oder einer anderen schweren Erkrankung der Leber leidet, sollte besonders auf eine fettarme Ernährung achten. Mehr Tipps und Empfehlungen hier.

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Energiereduzierte Ernährung bei Diagnose Fettleber

Eine Fettleber kann viele verschiedene Ursachen haben: Übergewicht, Diabetes, Alkohol. Je nachdem, welche Form der Erkrankung vorliegt, gibt es spezielle Ernährungsempfehlungen. Grundsätzlich gilt bei der Leberdiät: Verzichten Sie möglichst auf Alkohol – nicht nur bei einer alkoholischen Fettleber. Hintergrund: Die Leber ist für den Abbau von Alkohol zuständig. Ist das Organ geschädigt, kann die Entgiftung des Körpers jedoch nicht mehr gewährleistet werden. Ziel bei Übergewicht sollte außerdem eine langsame Gewichtsreduktion  sein. Energiereduzierte Ernährung ist hier besonders wichtig. Verzicht auf Kohlenhydrate und sehr fette Mahlzeiten – diese Empfehlung gilt heute aber nicht mehr. Für Diabetiker mit einer Fettleber ist darüber hinaus eine optimale Blutzuckereinstellung wichtig.

Fettarme Ernährung bei Unverträglichkeiten

Leber und Verdauung hängen eng zusammen, denn die Leber ist für die Produktion von Gallenflüssigkeit verantwortlich – und die Galle wiederum für die Fettverdauung. Liegen Erkrankungen des Verdauungstraktes, sprich Lebererkrankungen, vor, gilt: Fettarme Ernährung ist besser als Vollkost, um Intoleranzerscheinungen, zum Beispiel bei Hülsenfrüchten, frittierten Speisen, Kohl- und Krautgerichten, Nüssen, Milchprodukten oder Salaten, zu vermeiden.

Ist der Kupferstoffwechsel in der Leber gestört, leiden Sie also unter der Krankheit Morbus Wilson, gelten strengere Regeln. Verzichten Sie dann vor allem auf den Verzehr von Schokolade, Kakao, Nüssen, Bohnen und Pilzen.

Leberdiät bei schwerer Leberzirrhose

Kann die Leber ihre Aufgaben nicht mehr erfüllen, spricht man von einer dekompensierten Leberzirrhose, bei der dem Körper wichtige Mineralstoffe, Vitamine und Eiweiße fehlen. Erkrankte sollten daher besonders auf eine gute Energie- und Nährstoffversorgung achten und gegebenenfalls – nach Absprache mit dem behandelnden Arzt – auf Nahrungsergänzungsmittel zurückgreifen. Besonders wichtig: eine ausreichende Eiweißzufuhr über Milchprodukte, Eier und Fleisch. Eine ballaststoffreiche Ernährung mit Vollkornprodukten und Gemüse wird besonders empfohlen, um die Leber zu entlasten.

Fazit in Sachen Leberdiät: Bei Lebererkrankungen gilt grundsätzlich: Vermeiden Sie Alkohol, achten Sie auf eine fettarme Ernährung und eine ausreichende Versorgung des Körpers mit Vitaminen und Mineralstoffen.

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