Ratgeber

Die Diät, die eigentlich keine ist

Montignac-Methode: Schlechte Kohlenhydrate meiden

Montignac-Methode – noch nie gehört? Dann aufgepasst: Bei dieser Diät dürfen Sie nämlich theoretisch alles essen, Kohlenhydrate, Eiweiße, Fette, aber nur in der richtigen Kombination. Welche Regeln es gibt, warum Sie schlechte Kohlenhydrate lieber meiden sollten und wie vielversprechend der Ernährungsplan ist, verrät der SAT.1 Ratgeber.

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Erlaubt ist bei der Montignac-Methode im Grunde jedes Lebensmittel, nur nicht in beliebiger Kombination. © akf - Fotolia

Die Montignac-Methode in der Theorie

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Obst und Gemüse sind gute Kohlenhydrate, denn sie pushen den Blutzuckerspiegel nicht so sehr wie schlechte Kohlenhydrate. © pixabay

Zurück geht die Montignac-Methode auf ihren Erfinder Michel Montignac, der mit dieser Diät selbst viele Kilos abspeckte. Das Motto der Schlankheitskur: Es kommt nicht darauf an, wie viel, sondern

was man isst. Der sogenannte glykämische Index spielt beim Montignac-Prinzip daher – wie auch bei der Glyx-Diät – eine große Rolle. Denn dieser Index zeigt an, wie sehr der Blutzuckerspiegel auf einzelne Lebensmittel reagiert. Ein hoher Insulinspiegel, so Montignac, führe zu Übergewicht. Um den Blutzuckerspiegel möglichst niedrig zu halten, komme es darauf an, schlechte Kohlenhydrate zu meiden.

Was sind gute, was schlechte Kohlenhydrate?

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Von Schokoriegeln und anderen Dickmachern, die viele Kohlenhydrate enthalten, sollten Sie lieber die Finger lassen. © pixabay

Bei der Montignac-Methode werden die Lebensmittel hinsichtlich ihres Gehaltes an Kohlenhydraten in die Kategorien „sehr gut“, „gut“ und „schlecht“ eingeteilt. Am besten sind demnach Obst und Gemüse wie Tomaten, Karotten, Äpfel und Aprikosen, aber auch Milchprodukte, dunkle Schokolade und grüne Linsen. Zur Kategorie „gut“ gehören immerhin noch Vollkornprodukte, ungesüßter Saft, Naturreis, Süßkartoffeln, rote Bohnen und frische Erbsen. Vermeiden hingegen sollten Abnehmwillige schlechte Kohlenhydrate. Zu diesen zählen beispielsweise Kartoffeln aller Art, Reis, Weißbrot, Cornflakes, gesüßte Getränke, Bananen, Schokoriegel und einige weitere Dickmacher  mit einem Glucosewert über 50.

Die Montignac-Methode in der Praxis

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Ein Glas Wein am Abend? Nicht in Phase 1. In Phase 2 sieht die Montignac-Methode Alkoholgenuss nicht mehr ganz so eng. © pixabay

Die Diät gliedert sich in zwei Phasen. Ähnlich wie bei anderen Abnehm-Methoden verspricht sie zu Beginn: schnelles Abnehmen  durch den Verzicht auf schlechte Kohlenhydrate. Außerdem sollten gute Kohlenhydrate nicht mit Fett kombiniert und Früchte nur nüchtern gegessen werden. Alkohol ist ebenfalls tabu. Und wie lange dauert Phase 1? Das ist unterschiedlich und hängt bei jedem Einzelnen davon ab, wie schnell die Pfunde purzeln.

Ist das Übergewicht weg, beginnt Phase 2. Ihr Ziel: das Gewicht halten. Die Regeln sind dann zwar nicht mehr ganz so streng, größtenteils sollten aber weiterhin Lebensmittel mit einem niedrigen glykämischen Wert auf dem Speiseplan stehen. Und wann endet Phase 2? Eigentlich gar nicht, denn Montignac sieht seine Methode als Ernährungsumstellung , nicht als Diät.

Zum Abnehmen geeignet – was zeigen die Erfahrungen?

Glyx, Trennkost und Low Carb in einem – klingt vielversprechend und abwechslungsreich, ähnlich wie Dr. Papes Schlank im Schlaf-Diät . Doch ist die Montignac-Methode tatsächlich so gut, wie sie vorgibt zu sein? Kritik gibt es jedenfalls reichlich: zu viel Eiweiß und Fett, zu viele Kalorien und eine komplizierte Umsetzung im Alltag. Das Frühstück mag noch unkompliziert sein, doch spätestens beim Essengehen lässt sich die Kombination von Kohlenhydraten und Fetten nicht mehr ohne Weiteres vermeiden.

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