Ratgeber

Abnehm-Erfahrungen mit Zitrusfrüchten

Zitronendiät, Orangendiät und Co.: Erfahrungen & Tipps

Abnehmen funktioniert auf unterschiedliche Arten. Sowohl die Zitronendiät als auch die Orangendiät sind auch in Hollywood angesagt, denn mit den Zitrusfrüchten sollen die Kilos nur so purzeln. Können die bisherigen Erfahrungen das bestätigen oder ist das Ganze nichts weiter als Hokuspokus? Im SAT.1 Ratgeber erfahren Sie mehr dazu.

Abnehmen mit Zitrusfrüchten – darauf schwören viele Abnehmwillige. Gesund ist...
Abnehmen mit Zitrusfrüchten – darauf schwören viele Abnehmwillige. Gesund ist diese Form des Abnehmens deshalb noch lange nicht. © Pixabay

Variante 1: Die Monodiät mit Zitronen

Es gibt die Zitronendiät in unterschiedlichen Varianten. Beim Original verzichten Abnehmwillige allerdings völlig auf ergänzende Nahrungsmittel. Sie trinken über den Tag verteilt viel Wasser und verdünnten Zitronensaft. Das darin enthaltende Vitamin C soll die Produktion des Hormons Noradrenalin ankurbeln – ein echter Fettkiller. Darüber hinaus zeigen sich weitere positive Aspekte, denn die Zitrone ist ein echter Allrounder:

  • Heißhungerattacken werden durch Zitronensaft gemildert
  • Vitamin C stärkt das Gewebe und kurbelt die Collagenproduktion an
  • Stoffwechsel und Fettverbrennung werden unterstützt

Doch Erfahrungen von Experten zeigen, dass eine Abnehmkur allein mit Fruchtsaft vor allem eines ist: gefährlich. Hier ein Überblick über die Nachteile der Saftdiät :

  • Von Zitronensaft allein kann der Mensch nicht leben. Für einen bestimmten Zei...
    Von Zitronensaft allein kann der Mensch nicht leben. Für einen bestimmten Zeitraum hilft er aber beim Abnehmen. © Pixabay
    Zähne werden durch Fruchtsäure angegriffen: Kariesgefahr
  • Vitamin C wird durch erhöhten Harndrang wieder aus dem Körper gespült
  • Jojo-Effekt und Mangelerscheinungen drohen

Mediziner raten daher davon ab, die Zitronendiät länger als ein paar Tage durchzuziehen. Bei einer längeren Fastenkur können nämlich erhebliche gesundheitliche Probleme auftreten. Konsultieren Sie am besten vorher Ihren Arzt und klären Sie, ob Ihr Körper fit genug für eine Radikaldiät wie diese ist.

Das Gleiche gilt im Übrigen für Orangen. Eine Orangendiät, bei der nur Apfelsinen auf dem Speiseplan stehen und sonst nichts, ist einseitig und führt unweigerlich zum gefürchteten Jojo-Effekt.

Variante 2 der Zitronendiät: Bessere Erfahrungen mit Diätzusatz?

Erfahrungen zeigen zwar, dass der Vorher-Nachher-Effekt groß ist, doch als gesund kann Variante 1 der Orangen- beziehungsweise Zitronendiät daher noch lange nicht bezeichnet werden. Gezielt abnehmen  können Sie hingegen mit Variante 2. Hier erstellen Sie einen Wochenplan und legen bestimmte Mottotage fest. Hungern müssen Sie nicht, denn es gibt fünf Mahlzeiten pro Tag, die sich alle nach einem Ernährungsplan richten. Die einzige Regel: Legen Sie täglich einen Schwerpunkt fest. An einem Tag verzichten Sie zum Beispiel auf Kohlenhydrate, am nächsten auf Fleisch und am übernächsten essen Sie nur Obst. Ergänzend trinken Sie verdünnten Zitronensaft.

Darauf müssen Sie achten:

  • Mit kalorienarmen Rezepten kombiniert, kann die Zitronendiät sehr erfolgreich...
    Mit kalorienarmen Rezepten kombiniert, kann die Zitronendiät sehr erfolgreich sein. © Pixabay
    Zucker so gut wie möglich vermeiden
  • viel Flüssigkeit zu sich nehmen
  • Obst und Gemüse mit hohem Vitamin C-Gehalt essen
  • eiweißreiche Kost hält den Blutzuckerspiegel im Gleichgewicht
  • Fett-Zufuhr nicht unterbrechen, aber reduzieren

Diesen Diätplan sollten Sie mindestens eine Woche lang durchhalten, längere Abnehmphasen sind aber auch kein Problem, da der Körper mit allen wichtigen Nährstoffen versorgt wird. Erfolge stellen sich so schnell ein.

Leckere Rezepte , die Sie mit der Zitronendiät kombinieren können, finden Sie ebenfalls im SAT.1 Ratgeber.

Variante 3: Abnehmen allein durch Zitronensaft?

Der Ablauf der dritten Variante der Zitronendiät unterscheidet sich nicht großartig von Ihren normalen Essgewohnheiten. Hier dürfen Sie alles essen, was Ihnen schmeckt. Einzige Änderung: Alle Getränke außer Wasser und Zitronensaft sind tabu. Erfahrungen zeigen allerdings, dass Sie so nur wenig abnehmen. Zwar wird die Verdauung angeregt, doch nimmt der Körper durch Fastfood, Süßigkeiten und Co. immer noch viele Kalorien auf, die er nicht verbrennen kann. Eine zusätzliche Ernährungsumstellung ist hier daher sinnvoll.

Um viel Bewegung und Sport kommen Sie bei dieser Variante der Zitronendiät nicht herum. Tipp: Auch ausreichend Schlaf ist wichtig beim Abnehmen, wie die „Schlank im Schlaf“-Methode von Dr. Pape  zeigt.

Orangendiät: So gesund ist die Powerfrucht

Und wie sieht’s mit Orangen aus – schließlich handelt es sich hierbei auch um eine Zitrusfrucht? Erfahrungen zeigen: Das Prinzip ist das Gleiche. Auch die Orange hat viele positive Eigenschaften:

  • Orangen enthalten jede Menge Vitamin C und gelten daher als gesund.
    Orangen enthalten jede Menge Vitamin C und gelten daher als gesund. © Pixabay
    lösliche Ballaststoffe reinigen den Darm
  • hilft beim Abbau von Cholesterin
  • verschönert das Hautbild
  • Vitamin C kurbelt das Immunsystem an
  • erhöht die Fettverbrennung

Damit die Orangendiät ihre volle Wirkung entfalten kann, sollten Sie auf gebratene Lebensmittel, raffinierte Kohlenhydrate wie weißen Zucker oder Mehl allerdings verzichten. Tierische Milchprodukte sind ebenfalls tabu. Viel Trinken hilft dabei, den Körper zu entgiften und spült die schädlichen Stoffe einfach heraus.

Woraus Sie bei der Orangendiät achten sollten

Echte Orangendiät-Profis raten dazu, die süße Frucht nicht mit anderen Lebensmitteln zusammen zu verzehren. So wirken Sie unnötiger Fermentation entgegen und verbessern die Wirkung des Obstes. Die wichtigste Regel lautet: Orangen immer auf leeren Magen essen und andereLebensmittel erst eine halbe Stunde später verspeisen.

Wer denkt, dass er beim Abnehmen mit Orangen hungern muss, der irrt. Ein Beispiel für einen gesunden Essensplan zeigt, wie abwechslungsreich und lecker diese Diät sein kann:

  • Auch frisches Gemüse, Fleisch und anderes Obst dürfen bei der Orangendiät nic...
    Auch frisches Gemüse, Fleisch und anderes Obst dürfen bei der Orangendiät nicht fehlen. Sie versorgen den Körper mit wichtigen Nährstoffen. © Pixabay
    Frühstück: Nach dem Aufstehen eine halbe Stunde mit dem Frühstück warten. Ein vegetarisches Sandwich, Gemüse-Quesadillas oder eine Tasse Haferflocken mit Sojamilch eignen sich am besten für einen Power-Start in den Tag.
  • Vormittags: Als kleinen Snack gibt es zwei Orangen und ein großes Glas Wasser.
  • Mittagessen: Kombinieren Sie braunen Reis mit Gemüse der Saison oder lassen Sie sich eine Miso-Suppe schmecken. Vegane Frikadellen können ebenfalls auf dem Diätplan stehen.
  • Nachmittags: Als Zwischenmahlzeit dürfen Sie sich ein Glas frisch gepressten Orangensaft und eine Orange gönnen.
  • Abendessen: Zum Abendbrot kommt gedünstetes Gemüse, ein Glas vegetarische Milch aus Mandeln beziehungsweise Soja oder ein Salat auf den Tisch. Wer auf Vollkornprodukte nicht verzichten kann, sollte darauf achten, dass sie nur wenig Kohlenhydrate enthalten, wie Eiweißbrot zum Beispiel.

Fazit: Bei der Zitronendiät kommt es, wie bei der Orangendiät auch, darauf an, die gesamte Ernährung umzustellen – nur dann purzeln die Pfunde nämlich auch langfristig. Der saure Saft sorgt dafür, dass die Fettverbrennung angekurbelt wird, und hält das Gewebe schön straff. Als reine Fastenkur ist die Diät allerdings nicht geeignet.

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