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Damit sich das Essen gar nicht erst auf die Hüften setzt, greifen manche zu drastischen Mitteln.

Abführmittel zum Abnehmen?

Mit Abführmitteln abnehmen gilt als wirksame Methode, um überflüssige Pfunde loszuwerden. Doch die Methode basiert auf einem Mythos und birgt zahlreiche Gesundheitsrisiken.    

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Abführmittel zum Abnehmen: Mythos

Von allen nicht verschreibungspflichtigen Arzneimitteln werden Abführmittel am häufigsten missbraucht – nicht zuletzt zum Abnehmen. Der Mythos, die abführenden Präparate seinen für eine Gewichtsreduktion geeignet, basiert auf der Annahme, der Körper würde aufgrund der beschleunigten Verdauung weniger Kalorien aufnehmen können. Doch diese Annahme ist falsch: Abführmittel beschleunigen zwar die Verdauung, aber erst im Dickdarm. Die Nährstoffe werden größtenteils bereits vorher im Dünndarm vom Körper aufgenommen, weshalb Abführmittel zum Abnehmen völlig ungeeignet sind.

Nebenwirkungen von Abführmitteln zum Abnehmen

Statt die Pfunde purzeln zu lassen, wirken sich Abführmittel bei Missbrauch schlecht auf den Organismus aus. Insbesondere bei übermäßigem Gebrauch, der zu Durchfall, Bauchkrämpfen und Koliken führen kann, entsteht ein Mangel an Flüssigkeit und Mineralstoffen im Körper. Der Elektrolythaushalt läuft Gefahr aus dem Gleichgewicht zu geraten, was zu Muskelschwäche und Störungen der Herzfunktion führen kann. Die Anwendung von Abführmittel zum Abnehmen ist daher keinesfalls zu empfehlen. Generell sollten die Präparate nur bei Bedarf eingesetzt werden, also bei Verstopfung, im Vorfeld einer Darmspiegelung oder Operation, bei Herzinfarkt oder Bluthochdruck, bei Hämorrhoiden oder einer Analfissur. Dass Abführmittel zur Darmpflege, Entschlackung oder Blutreinigung einsetzt werden könnten, ist ebenfalls ein Mythos.

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