Ratgeber

Faszinierende Faszien

Faszientraining mit Pilates verbinden: Übungsbeispiele

Wie halten Sie sich fit, ohne total aus der Puste zu kommen? Wie wäre es mit Faszientraining? Die Übungen zielen darauf ab, das Bindegewebe zu stärken. Was Faszien eigentlich sind sowie Übungsbeispiele, die an Pilates erinnern, hier, im SAT.1 Ratgeber.

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© dpa

Faszien trainieren: Warum es sinnvoll ist

Schon mal etwas von Faszien gehört? Klingt ein bisschen nach faszinierend und das sind sie tatsächlich! Als Faszien bezeichnet man das Allround-Gewebe, das Muskeln und Organe umhüllt und diese quasi vor ‚Reibereien‘ schützt. Sie durchziehen den Körper von Kopf bis Fuß und bilden damit ein riesiges Netzwerk im Körper. Studien haben ergeben, dass durch ein ausgiebiges und regelmäßiges Faszientraining der Körper jung bleibt. Der Grund: Die Faszientraining-Übungen erneuern die kollagenen Fasern und straffen das Bindegewebe. Und letzteres ist bekanntlich wichtig für ein jugendliches Aussehen.

Faszien-Pilates: Effektives Ganzkörpertraining

Beim Faszientraining handelt es sich um ein Ganzkörpertraining mit dem Ziel, das Bindegewebe zu dehnen und zu kräftigen. Die Übungen konzentrieren sich auf die Beanspruchung der langen Muskelketten – ähnlich wie beim Functional Training . Der Vorteil: So machen Sie Ihren Körper von Kopf bis Fuß mit wenig Aufwand fit. Wer schon immer gern Pilates gemacht hat und sich nach Abwechslung sehnt, sollte es mit Faszien-Pilates probieren, denn die beiden Sporttrends lassen sich wunderbar miteinander verbinden. Ein paar Übungsbeispiele gefällig?

Faszien-Pilates: Beinübung

Das Faszientraining in Kombination mit Pilates folgt fünf Grundprinzipien: Beweglichkeit, Elastizität, Krafttraining , Schärfung der Sinne und Selbstmassage. Alles, was Sie für das Work-out benötigen, ist eine Matte, dann kann es mit der ersten Beweglichkeitsübung auch schon losgehen: Beinschwünge. Stellen Sie sich aufrecht hin, einen Fuß nach hinten und die Arme hochstrecken. Beim Ausatmen katapultieren Sie den rechten Fuß mit Schwung nach vorn. Die Arme schwingen Sie parallel zur Beinbewegung nach unten. Dabei Kopf und Rumpf etwas vorbeugen und einatmend das Bein wieder zurück in die Ausgangsstellung schwingen. Bei der Rückbewegung das Brustbein wieder anheben und die Wirbelsäule aufrichten. Wiederholen Sie die Übung fünf- bis zehnmal.

Übung für mehr Elastizität

Bei der nächsten Übung geht es darum, die Elastizität zu verbessern. Begeben Sie sich in den Vierfüßlerstand – die Hände unter der Schulter und die Knie unter den Hüften platzieren. Nun beim Ausatmen den Rücken runden und das Kinn unter die Brust ziehen. Anschließend Unterschenkel, Fußrücken und Hände in den Boden drücken und die Bauchdecke nach oben schieben. Beim Einatmen wieder in die Ausgangsposition bringen, also Zehen aufstellen, Ellenbogen leicht beugen und die Bauchdecke nach unten schieben – ganz die geschmeidige Katze eben. Wiederholen Sie die Übung sechs- bis achtmal.

Faszientraining: Mehr Kraft gefällig?

Eine Faszien-Pilates-Übung, die kräftigt, ist Folgende: Legen Sie sich auf den Rücken, drücken Sie Füße und Hände in den Boden. Heben Sie das Becken, sodass sich die Knie über den Fersen befinden. Nun die auf dem Boden parallel zum Körper liegenden Arme lang machen und das linke Bein senkrecht nach oben strecken – die Fußspitze dabei anziehen, ohne das Becken abzusenken. Halten Sie die Position vier Atemzüge lang und atmen Sie dabei ein und aus. Beim nächsten Einatmen das linke Bein gestreckt Richtung Kopf ziehen und so die Beinrückseite dehnen. Das Becken sollte bei dieser Bewegung weiterhin oben bleiben. Na, haben Sie noch Kraft? Dann ausatmen, das obere Bein nach unten vorn bis knapp über den Boden absenken und den rechten Fuß sowie die Hände in den Boden drücken. Wiederholen Sie die Übung sechs- bis achtmal pro Seite.

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