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Magenverkleinerung: Erfolgreich abnehmen durch OP

Eine Magenverkleinerung scheint für extrem Übergewichtige der letzte Ausweg zu sein. Denn trotz strikter Diäten nehmen manche Betroffene nur sehr langsam ab. Wie die Krankenkasse zu einer Kostenübernahme steht und welche Risiken sich hinter der OP verbergen, erfahren Sie hier, im SAT.1 Ratgeber.

11.02.2014 22:20 | 4:08 Min | © Sat.1

Ernährungsumstellung oder Magenverkleinerung?

Während Übergewicht ein Problem ist, ist Fettleibigkeit (Adipositas) eine Krankheit. Denn hier gilt: Diäten und Ernährungsumstellungen bringen nicht den optimalen Erfolg. Jedenfalls vor der OP, denn nach dem Skalpell heißt es: straffen, fasten, bewegen. Doch wann ist eine Magenverkleinerung notwendig, wann helfen jenen, die erfolgreich abnehmen wollen, weder Magerkuren noch Bewegung und gesundes Essen?

Magenverkleinerung Übergewicht
Knapp 1,5 Prozent aller Deutschen sind extrem übergewichtig. © pixabay

Fettleibigkeit, so Experten, beginnt bei einem BMI von über 40. Das entspricht bei einer Körpergröße von 1,70 Meter knapp 120 Kilogramm auf der Waage. Zwar sind nur 1,5 Prozent aller Deutschen von Adipositas betroffen, doch diejenigen leiden stark. Fettleibigkeit zieht oft Folgeerkrankungen wie Diabetes und Bluthochdruck nach sich, unter Umständen auch eine kostspielige Magenverkleinerung. Die ist in vielen Fällen schlicht unausweichlich, denn um ein normales Leben führen zu können, müssen Betroffene oft mehr als 50 Kilo abnehmen – ohne OP kaum eine Chance.

Wissenswertes rund um die Magenverkleinerung

Fettleibigkeit ist jedoch nicht nur ein Fall für Mediziner. Um Betroffene erfolgreich zu betreuen, sind auch Psychologen und Ernährungsberater gefragt. Wo? In speziellen Adipositaszentren. Erfolgreich abnehmen durch eine Magenverkleinerung? Das ist dort kein Problem. Dann aber auch das Gewicht zu halten, ist eine Aufgabe, die Betroffene den Rest des Lebens begleitet und mindestens ebenso viel Durchhaltevermögen erfordert wie eine dauerhafte Diät. Wer nachweisen kann, dass Ananas-Diät, Eiweißgerichte und auch Abnehmen mit Sport nichts gebracht haben, kann sogar damit rechnen, dass die Kosten von der Krankenkasse übernommen werden.

Magenverkleinerung
Eine Magenverkleinerung ist für viele Menschen die letzte Möglichkeit abzunehmen. © pixabay

Methoden der Magenverkleinerung zum Abnehmen

Magenband, Bypass, Schnitt oder Ballon? Um den Magen zu verkleinern, gibt es verschiedene Möglichkeiten. Geht man ins Detail, wird schnell klar, weshalb eine Vollnarkose hier unbedingt notwendig ist: So wird bei einem Magenschnitt etwa das Organ abgeschnitten und ein Großteil davon entfernt. Wie alt ein Patient ist und wie er lebt, lässt den Mediziner entscheiden, welche Methode für eine Operation infrage kommt. So sind Cola-Fans etwa mit einem Magenband nicht gut beraten, denn die Flüssigkeiten rutschen einfach hindurch, während aktiven Menschen in der Regel alles andere als ein Bypass eingesetzt wird. Denn Durchfall und Brechreiz gehören hier zu den Risiken.

Erfolgreich abnehmen: Nachsorge schützt vor Rückfall

Wer erfolgreich abnehmen möchte, muss sich nicht nur für eine Magen-OP entscheiden, sondern auch im Anschluss kontrolliert essen und trinken. Denn: Eine Magenverkleinerung ist kein Garant für ein dauerhaftes Wunschgewicht. Disziplinierte Patienten können in den ersten 24 Monaten nach der OP mehr als 50 Prozente ihres ursprünglichen Körpergewichtes verlieren. Wer hingegen die OP für ein Wundermittel hält und in seinem Alltag und Essverhalten nichts ändert, wird schnell wieder bei seinem ursprünglichen Gewicht landen. Besonders wichtig ist daher, dass Betroffene nach einer Magenverkleinerung sowohl psychologisch als auch ernährungsberatend betreut werden und viel Sport treiben.

Fazit: Eine Magenverkleinerung ist für viele adipöse Menschen die letzte Chance auf ein normales Leben. Doch die Ärzte entscheiden, welche Methode angewendet wird: Magenband, Bypass, Schnitt oder Ballon. Die Risiken sind meist nicht unerheblich. Neben Infektionen oder Problemen bei der Narkose können auch Durchfall und Erbrechen zu chronischen Beschwerden werden. Um nach der Magenverkleinerung wirklich abzunehmen, müssen die Betroffenen psychologisch, aber auch ernährungstechnisch betreut werden. Denn wer weiterhin Süßigkeiten und Fett vertilgt, der nimmt auch mit Magenband nicht ab.

Sie wünschen sich weitere Informationen? Im Video sehen Sie Hinweise zum Rechtsweg und der Kostenübernahme bei einer Magen-OP. Folgende Themen könnten Sie auch interessieren:

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