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Gute Fette, schlechte Fette: Was ist was?

Fett macht fett? Nicht, wenn gute Fette auf dem Speiseplan stehen und schlechte Fette gemieden werden. Im SAT.1 Ratgeber erklärt Ernährungs-Experte Dennis den Unterschied zwischen gesättigten und ungesättigten Fettsäuren und verrät, warum Butter gesünder ist als Margarine.

18.04.2013 12:00 | 2:25 Min |

Schlechte Fette = gesättigte Fettsäuren

Wer abnehmen will, streicht als erstes gnadenlos sämtliches Fett von seinem Speiseplan, weiß Diät-Experte Dennis. Doch das ist der komplett falsche Weg! Der Körper braucht nämlich Fett - genauer gesagt bestimmte Fettsäuren - für verschiedene Funktionen im Organismus.

Aber Vorsicht: Fett ist nicht gleich Fett! Man unterscheidet in der Regel zwischen gesättigten und ungesättigten Fettsäuren. Die gesättigten Fettsäuren, die sehr häufig in Lebensmitteln zu finden sind, zum Beispiel in Fleisch, Wurst und fetten Milchprodukten, sollten nur in Maßen verzehrt werden. Dabei handelt es sich nämlich um schlechte Fette. Warum? Weil der Körper diese nur schwer aufspalten kann. Bei übermäßigem Verzehr lagern sie sich als Fettpolster an Bauch, Beinen und Po ab. Außerdem erhöhen sie das schlechte LDL-Cholesterin im Blut.

Gute Fette = ungesättigte Fettsäuren

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Walnussöl gehört zur Kategorie „gute Fette“, denn dabei handelt es sich um essenzielle Fettsäuren. © photocrew - Fotolia

Oliven- oder Walnussöl, Fisch oder Nüsse hingegen sind gesund, auch wenn diese Lebensmittel reich an Fett sind. Dabei handelt es sich aber um ungesättigte oder auch essenzielle Fettsäuren, also um gesunde, sprich gute Fette. Die benötigt der Körper etwa als Baustoff für die Zellen, als Schutz für die Organe oder um fettlösliche Vitamine 'verarbeiten' zu können. Einfach ungesättigte Fettsäuren kann der Körper selbst bilden, mehrfach ungesättigte Fettsäuren müssen ihm über die Nahrung zugeführt werden.

Gute Fette sind aber nicht nur gesund, sie helfen auch beim Muskelaufbau . Wer also Fett- durch Muskelmasse ersetzen möchte, sollte nicht nur reichlich Eiweiß zu sich nehmen, sondern auch möglichst viel Fisch wie Forelle, Karpfen und Thunfisch essen, denn diese Lebensmittel enthalten jede Menge Omega-3-Fettsäuren.

Industriefette lieber meiden

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Schlechte Fette wie Pommes, Chips und Co. machen dick, schaden den Gefäßen und sind schlecht fürs Herz. Also lieber Finger weg! © stockphoto-graf - Fotolia

Ganz schlecht für die Gesundheit sind industriell hergestellte Transfettsäuren. Von diesen sollte man pro Tag maximal 3 bis 5 Gramm zu sich nehmen, warnen Ernährungsexperten. Transfettsäuren können nämlich das Risiko für Gefäßkrankheiten wie Schlaganfall und Herzinfarkt erhöhen. Diese sogenannten Industriefette stecken etwa in Chips, Pommes, Keksen, Croissants und Fertigsuppen – keine Überraschung, denn diese Speisen kennt jeder als Dickmacher !

Was ist gesünder: Butter oder Margarine?

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Butter oder Margarine? Wer abnehmen will, greift meist zu letzterem. Dabei ist Butter gesünder. © tashka2000 - Fotolia

Aus diesen Industriefetten, also aus gehärteten Pflanzenölen, wird übrigens auch Margarine hergestellt. Auch wenn Butter gesättigte Fettsäuren – also schlechte Fette – enthält, gilt sie daher im Vergleich zu Margarine dennoch als gesünder. Denn Transfette sind noch schlechter für die Gesundheit als gesättigte Fettsäuren. Nicht nur, dass sie den Cholesterinspiegel auf die Spitze treiben und so das Herzinfarkt- und Schlaganfall-Risiko erhöhen. Sie sollen zudem die Ausschüttung von Entzündungsstoffen im Körper begünstigen und Arteriosklerose verursachen.

Gute Fette, schlechte Fette: Wie viel Fett braucht der Mensch?

Der Körper braucht Fett – das gilt auch während einer Diät . Es kommt jedoch auf das richtige Maß an. Eine Fettmenge von 65 bis 80 Gramm pro Tag gilt als ideal für die Gesundheit (für Abnehmwillige gerne auch 30 bis 40 Gramm). Dabei sollten mindestens 50 Prozent der aufgenommenen Fette gute Fette sein.

Liste fetthaltiger Lebensmittel und gesunde Alternativen

Wer gesund abnehmen  will, sollte zwar nicht auf Fett verzichten, jedoch möglichst gute Fette essen – diese aber auch in Maßen. Denn was die wenigsten wissen: Auch gesunde Lebensmittel  können echte Fettbomben sein! In einer großen Avocado etwa stecken laut Tabelle satte 50 Gramm Fett – so viel wie in eineinhalb Tafeln Schokolade – und 100 Gramm Walnüsse schlagen sogar mit 65 Gramm Fett zu Buche.

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Lecker und gesund: Joghurt mit frischen Früchten. Ein kalorien- und fettarmer Snack für zwischendurch. © emuck - Fotolia

Daher gilt auch für gesunde, aber fettreiche Lebensmittel: Nur in geringen Mengen genießen oder lieber gleich zu leichteren Alternativen greifen. Die 'leichtere' Alternative zu rotem Fisch wie Thunfisch oder Lachs (100 Gramm Lachs enthält genauso viel Fett wie ein Cheeseburger!) ist weißer Fisch wie Kabeljau oder Forelle. Echte Fatburner! Und noch ein Tipp: Rühren Sie sich, statt fertigen Fruchtjoghurt zu kaufen, lieber selbst mageren Joghurt mit frischem Obst an.

In der nächsten Folge  erklärt Wer-weiß-was-Experte Dennis, warum Wasser nicht nur lebenswichtig für den Körper ist, sondern auch bei einer Diät unterstützend wirken kann. Sie haben noch Fragen? Kein Problem! Dennis steht Ihnen mit Rat und Tat zur Seite und unterstützt Sie auch ganz individuell mit nützlichen Tipps auf dem Weg zur Traumfigur.

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