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Purinhaltige Lebensmittel: Übersicht und Tipps

Purinhaltige Lebensmittel können Gicht und Rheuma begünstigen. Wer seiner Gesundheit etwas Gutes tun möchte und gerne auf schmerzende Gelenke verzichtet, sollte auf den Puringehalt seiner Lebensmittel achten.

09.09.2016 10:00 | 1:04 Min | © Glutamat

Purinarme Ernährung: Was ist das?

Purine sind Stoffe, die sich in vielen Lebensmitteln verstecken. Beim Abbau im Körper entsteht sogenannte Harnsäure, die bei zu hoher Konzentration dem Körper schaden kann. Wird sie nicht ausreichend ausgeschieden, kann sie auf lange Sicht gesehen Gicht auslösen. Purinarme Lebensmittel sind also bei der Behandlung und zur Vorbeugung der Krankheit unerlässlich. Damit Betroffene ihrer  Gesundheit  nicht schaden, bekommen sie von ihrem Arzt oftmals eine Tabelle, die purinhaltige Lebensmittel auflistet.

Richtwerte

Wer zu wenig Harnsäure ausscheidet, bekommt womöglich Gicht – und das ist seh...
Wer zu wenig Harnsäure ausscheidet, bekommt womöglich Gicht – und das ist sehr schmerzhaft. © pathdoc - Fotolia

Gefährdete Patienten sollten nicht mehr als 500 Milligramm Harnsäure pro Tag zu sich nehmen. Die Tabelle zeigt die Menge der enthaltenen Harnsäure in den Lebensmitteln. Wenn Sie den Puringehalt errechnen wollen, müssen Sie den Wert durch 2,4 teilen. Oftmals gibt die Liste jedoch auch die enthaltenen Purine an. Eine solche Tabelle ist für Erkrankte unerlässlich – viele tragen Sie bei jedem Einkauf bei sich und gestalten Ihren Mittagsplan nach den Werten. Nicht verwunderlich, denn Gichtanfälle sind nicht nur äußerst schmerzhaft, sondern verursachen auch Schwellungen, die erst nach rund einer Woche wieder verschwinden.

Stark purinhaltige Lebensmittel: Absolute No-Gos

Es gibt einige purinhaltige Lebensmittel, die Sie unbedingt meiden sollten. Dazu zählen in jedem Fall Innereien wie Leber, Nieren und Co. Aber auch Schweine- und Gänsefleisch können Gichtanfälle begünstigen.

Ebenso sollten Sie bei Fisch vorsichtig sein. Gerade eingelegter Fisch enthält viel Harnsäure. Sprotten, Sardinen, Forellen und Hering sollten daher vom Speiseplan lieber gestrichen werden. Bei Gemüse und Hülsenfrüchten sieht es weniger dramatisch aus, auch wenn hier bei einigen Sorten Vorsicht geboten ist. Linsen beispielsweise sollten nur in kleinen Mengen verzehrt werden. Anders verhält es sich aber mit der äußerlichen Anwendung. Ein Umschlag aus Linsenbrei beispielsweise gilt als natürliches Heilmittel gegen Gicht.

Purinarme Lebensmittel: Eine Übersicht

Purinarme Lebensmittel – dazu gehören die meisten Gemüsesorten. Leicht erhöht...
Purinarme Lebensmittel – dazu gehören die meisten Gemüsesorten. Leicht erhöhte Werte haben jedoch beispielsweise Spargel und Kohl, also nur in Maßen genießen! © Tanja - Fotolia

Natürlich gibt es zahlreiche Lebensmittel, die Sie ohne Bedenken essen können. Dazu zählen zum Beispiel Milchprodukte – sie enthalten gar keine Purine. Aber auch Eier zählen zur Gruppe „purinarme Lebensmittel“.

Beim Fleisch sollten Sie zu Rinderbrust greifen. Sie enthält wenig Purine. Aber auch hier ist die Menge entscheidend. In Maßen können Sie sich den Genuss ruhig hin und wieder gönnen. Beim Fisch sind Scholle und Räucheraal zu empfehlen.

Die meisten Gemüsesorten gelten als weniger purinhaltige Lebensmittel. Tomaten und Gurken beispielsweise enthalten sogar Stoffe, die die Harnsäure-Ausscheidung fördern. Relativ viele Purine enthalten Kohl und Spargel. Gemessen an Fleisch und Fisch sind die Werte jedoch immer noch verhältnismäßig gering und können guten Gewissens gelegentlich auf dem Speiseplan stehen

Purinarme Getränke

Gicht-Patienten ist generell anzuraten, möglichst viel über den Tag verteilt zu trinken. Mindestens 2,5 Liter sollten es schon sein. Der Grund: So wird möglichst viel Harnsäure über den Harn ausgespült. Am besten geeignet ist Mineral- und Leitungswasser. Doch auch Kräutertees sind kein Problem.

Problematischer verhält es sich beispielsweise mit  Alkohol . So gut es geht, sollte darauf verzichtet werden, da er die Ausscheidung der Harnsäure blockiert. Welche Art von Alkohol spielt dabei kaum eine Rolle. Wein oder Bier – beide gelten nicht als purinarme Lebensmittel. Also besser Finger weg, wenn Sie Ihre  Harnsäure senken  wollen.

Warum kein Purin?

Häufig schmerzt es in Knie und Ellenbogen, da zu viel Harnsäure im Körper vorhanden ist. Diese bildet sich aus Purin, welche wir mit unserer Nahrung aufnehmen. Betroffene Patienten sollten darauf achten weniger als 300g Purin am Tag zu sich zu nehmen. Welche Lebensmittel besonders purinhaltig sind und damit ein Risiko für Gicht und Rheuma erhöhen, verraten wir euch im Video. Ganz genaue Tabellen zu den meisten gängigen Lebensmitteln kann man außerdem online finden, damit man den Überblick behält, wie viel Purin man bereits zu sich genommen hat und eventuelle Übeltäter aus dem Kühlschrank und den Küchenregalen verbannen kann.

Lebensmittel, die helfen können

Es gibt nicht nur Sachen, die man von seinem Speiseplan streichen sollte, sondern auch welche, die unbedingt vermehrt auf selbigem auftauchen sollten. Dazu gehören zum Beispiel Milchprodukte. Joghurt, Milch und Co. enthalten kein Purin und helfen sogar die unerwünschte Harnsäure vermehrt auszuscheiden.

Außerdem ist es wichtig, viel Wasser zu trinken. Diese Faustregel gilt bei fast jeder Ernährungsumstellung, da es wichtig ist, für die Entgiftung des Körpers. Dieser fällt mit einer Wasserzufuhr von mindestens zweieinhalb Litern pro Tag dann auch ein Großteil der Harnsäure im Körper zum Opfer.

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