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Bußgeldkatalog fürs Fahrrad

Es wird auch für Fahrradfahrer richtig teuer! Der Bußgeldkatalog ahndet Vergehen im Straßenverkehr mit hohen Geldstrafen, Punkten und sogar Führerscheinentzug!

04.07.2012 10:00 | 5:50 Min | © SAT.1

Bei Rot über die Ampel: Laut Bußgeldkatalog bis zu 180 Euro 

Da wird so mancher Radfahrer schlucken: Die Schonzeit im Straßenverkehr ist vorbei, wer sich nicht an Verkehrsregeln hält, der bekommt den neuen Bußgeldkatalog zu spüren und muss vor allem so richtig tief in die Tasche greifen. Das gilt vor allem für Radler, die bei Rot über die Ampel fahren. Der Bußgeldkatalog sieht für dieses Vergehen in jedem Fall ein Bußgeld in Höhe von 45 Euro vor. Noch teurer wird es, wenn die Ampel schon eine Sekunde lang rot war: Dann sind gleich 160 Euro fällig und geschieht auch noch ein Unfall, werden 180 Euro veranschlagt. Zur Kasse gebeten werden auch Radler, die keine Radwege benutzen. Ist ein ausgewiesener Radweg vorhanden, muss er von Radfahrern befahren werden. Wer das nicht tut, zahlt laut Bußgeldkatalog 15 Euro. 30 Euro sind im Bußgeldkatalog vorgesehen für das Befahren einer Einbahnstraße in falscher Richtung, fünf Euro für freihändiges Fahren und wer das Handy am Ohr hat, zahlt 25 Euro.

Erst trinken, dann radeln: Bußgeldkatalog droht mit Führerscheinentzug

Ein großes Problem: Alkohol am Lenkrad. Hier scheint bei vielen Radlern das Unrechtbewusstsein weniger stark ausgeprägt zu sein, als bei Autofahrern. Ab 1,6 Promille gilt ein Radler als komplett fahruntüchtig. Wer dann erwischt wird, den trifft der Bußgeldkatalog hart: Eine Anklage vor Gericht, hohe Geldstrafen und in Einzelfällen sogar der Führerscheinentzug drohen laut neuem Bußgeldkatalog. Grundsätzlich gilt im Übrigen bei Verkehrsvergehen auf dem Rad: Liegt das Bußgeld höher als 40 Euro, kommt nach dem Bußgeldkatalog noch ein Punkt in Flensburg obendrauf – selbst, wenn der Radfahrer keinen Führerschein besitzt.

Experte befürwortet neuen Bußgeldkatalog

Abzocke oder gerechtfertigte Maßnahmen? Der Experte und Unfallsachverständige Peter Schmidt hält den neuen Bußgeldkatalog sogar noch für zu mild. Er bemängelt, dass viele Radler über kein Unrechtbewusstsein verfügen und sich nicht bewusst machen würden, in welche Gefahren sie sich mit ihrem Verhalten begeben. Er plädiert für Kontrollen durch die Polizei, eine Helm- und Kennzeichenpflicht für Radfahrer und ihr Gefährt.

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