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Mythen zur Auto-Inspektion

Inspektionen am Auto sind nur eine Empfehlung, aber keine Pflicht und als Hobbyschrauber kann man die Wartung eigentlich auch selbst erledigen – stimmt’s oder nicht? Wie viel Wahrheit steckt in bekannten Inspektions-Mythen?

05.09.2012 10:00 | 6:32 Min | © SAT.1

Die Inspektion ist keine Pflicht?!

Die TÜV-Untersuchung ist Pflicht, aber wie steht es um die Inspektion am Auto? Empfehlung oder ein Muss? Empfehlung. Dennoch gilt: Wer sich nicht an die vorgegebenen Wartungs-Intervalle seines Herstellers hält, geht zumindest bei neuen Autos ein hohes Risiko ein: Verpasst man nämlich die Inspektion zu Beginn, erlischt die Neuwagen-Garantie. Aber auch nach Ablauf der Garantie empfiehlt sich der regelmäßige Check: Je früher ein Schaden am Fahrzeug entdeckt wird, desto günstiger ist meist die Reparatur. Und nicht zuletzt geht es um die eigene Sicherheit. Aber wie steht es um die Kosten der Inspektion: Müssten sie nicht, da vom Hersteller eine Wartungs-Liste vorgegeben wird, überall identisch sein? Nein, die Preise unterscheiden sich zum Teil erheblich. Freie Werkstätten arbeiten fast günstiger als Vertragswerkstätten. Hier sollte man unbedingt vorab Preise vergleichen.

Inspektion nur bei der Vertragswerkstatt?!

An dieser Frage scheiden sich die Geister: Arbeiten freie Werkstätten schlechter als Vertragswerkstätten? Zwar haben die freien Werkstätten im jüngsten Test des ADAC schlechter abgeschnitten als Vertragswerkstätten, dennoch rät der Automobilclub nicht grundsätzlich von ihnen ab. Unser Tipp: Man sollte in der Werkstatt selbstbewusst auftreten und den Wagen gemeinsam mit dem Service-Berater anschauen. Wer auf Nummer sicher gehen will, kann zudem vor der Inspektion einige, kleine Fehler im Auto einbauen – etwa den Kühlmittelstand etwas reduzieren. Wie heißt es so schön: Vertrauen ist gut, Kontrolle ist besser. Ein anderes Thema, um das sich viele Mythen ranken, sind die Ersatzteile: Müssen Originalteile verwendet werden? Nein und man sollte sogar darauf drängen, dass gleichwertige Ident-Teile eingesetzt werden. Sie sind genauso gut und meist um ein Drittel günstiger. Noch ein Tipp: Motoröl ist meist der größte Kostenfaktor bei der Inspektion. Wer das Schmiermittel für den Ölwechsel am Kfz vorher selbst kauft, kann viel Geld sparen. Aber Vorsicht: Das Öl muss für Fahrzeug und Motor zugelassen sein. 

Hobbyschrauber können die Inspektion selbst erledigen?!

So mancher Autoliebhaber nimmt gern selbst das Werkzeug in die Hand, um an seinem Auto herumzuschrauben. Können Hobbyschrauber also auch die Inspektion zur Instandhaltung ihres Wagens selbst erledigen? Wer es sich zutraut, kann tatsächlich einige Aufgaben selbst übernehmen. Das selbstständige Austauschen der Wischblätter spart etwa 20 Euro, ebenso das Wechseln des Luftfilters. Mit einem Messgerät für einige Euro kann außerdem die Menge an Frostschutz im Kühlwasser überprüft werden. Komplizierter wird es beim Ölwechsel, weil nicht nur eine Hebebühne benötigt wird, sondern auch das Altöl vorschriftsmäßig entsorgt werden muss. Auf jeden Fall die Finger lassen sollten Hobbyschrauber von Bremsen, Fahrwerk, Airbags und Elektronik.

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