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Schutz vor zu hohen Inspektionskosten

Wenn das Auto mal wieder zur Inspektion muss, plagt viele Autofahrer ein schlechtes Gefühl im Bauch: Welcher Werkstatt kann man trauen und welche treibt die Inspektionskosten unnötig in die Höhe?

17.04.2012 08:00 | 5:20 Min | © SAT.1

Inspektionskosten durch teure Produkte

Für Laien ist oft nur schwer ersichtlich, welche Arbeiten am Auto wirklich notwendig sind und wo die Inspektionskosten unnötig erhöht wurden. Ein häufiger Trick einiger Werkstätten: Sie verwenden zu teure Produkte, etwa beim Wechsel des Motoröls. Oft wird hier teures Vollsynthetik-Öl verwendet, das nur wenige Autos wirklich benötigen. Diese Inspektionskosten können in solchen Fällen also deutlich geringer ausfallen.

Inspektionskosten durch verfrühtes Handeln

Eine andere Masche, die zusätzliche Inspektionskosten verursacht: Teile werden zu früh ausgewechselt. Beispiel: Bremsscheiben. Hier wird immer wieder mit der Angst des Kunden gespielt und die Scheiben werden einige tausend Kilometer früher als notwendig ausgetauscht. Ob sie wirklich gewechselt  werden müssen, lässt sich ganz einfach selbst überprüfen. Ein Bremstest zeigt, ob der Wagen nach rechts oder links geht, wie gut er bremst und wie fest das Pedal ist. Auch ein Blick durch die Felgen ist  sinnvoll: Tiefe Rillen, Rost oder Risse an den Bremsscheiben sind kein gutes Zeichen. Dann sollten sie ausgetauscht und die zusätzlichen Inspektionskosten in Kauf genommen werden.

Inspektionskosten durch unnötige Arbeiten

Andere Arbeiten sind völlig unnötig, treiben die Inspektionskosten aber weiter in die Höhe: Fehlt ein wenig Wischwasser? Das wird natürlich nachgefüllt – häufig zu Champagner-Preisen. Ein einfacher Tipp: Wasser und Konzentrat im richtigen Mischverhältnis vor der Untersuchung selbst nachfüllen.

Inspektionskosten durch unverständliche Rechnung

Viele Laien lassen sich auch durch unverständliche Kürzel oder pauschale Angaben auf der Rechnung verunsichern. Ein Klassiker: der Posten Klein- und Verschleißteile. Dahinter kann sich eine Menge verbergen. Im Zweifel sollte man sich den Posten aufschlüsseln und die Teile zeigen lassen. Das kann Inspektionskosten ganz schnell verringern. Der wohl einfachste Tipp ist allerdings: Schon vor der Untersuchung sollte der Werkstatt ein Betrag genannt werden, bei dessen Überschreitung man von der Werkstatt informiert werden möchte. Dieser Betrag sollte knapp über den vorgeschlagenen Inspektionskosten liegen. Jetzt wird sich der Mitarbeiter genau überlegen, welche Teile er auswechselt und wie hoch die Inspektionskosten am Ende wirklich ausfallen werden.

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