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Internetbetrug: Gestohlene Identität

Betrüger klauen die Identität eines Ahnungslosen und bestellen in dessen Namen diverse Dinge im Internet. Der Betroffene bleibt oft auf den Schulden sitzen ...

20.09.2012 10:00 | 1:39 Min | © SAT.1

So funktioniert der Internetbetrug

Name, Adresse und Geburtsdatum reichen Betrügern schon aus, um unter falschem Namen im Internet Bestellungen aufzugeben. Sie passen den Paketdienst ab oder lassen sich die Bestellungen einfach an eine andere Adresse liefern, die nur zu diesem Zweck eingerichtet wurde.

Die Rechnungen allerdings gehen an den Betrogenen oder es wird gleich vom Konto des Opfers abgebucht, sofern der Täter auch noch die Kontodaten oder Kreditkartennummern ausgespäht hat.  

Was tun bei Identitätsdiebstahl?

Meist merkt man den Internetbetrug erst, wenn es zu spät ist - nämlich dann, wenn Rechnungen ins Haus flattern oder Geld vom Konto abgebucht wird für Waren, die man nie bestellt hat. Viele haken so etwas meist nur als einfachen Irrtum ab und reagieren nicht. Das ist jedoch falsch! Ist man Opfer eines Internetbetrugs geworden, sollte man umgehend die Polizei verständigen. So kann man nicht nur teure Mahnverfahren rechtzeitig abwenden, die Polizei hat durch ein schnelles Reagieren auch eine größere Chance, den Internetbetrügern auf die Spur zu kommen.    

Aufmerksam sollte man etwa werden, wenn man Rechnungen oder Angebotsbestätigungen für Aufträge erhält, die nie aufgegeben wurden - das kann ein Anzeichen für Datenklau sein. Aber auch der umgekehrte Fall, nämlich wenn bestimmte Schreiben wie etwa Rechnungen plötzlich gar nicht mehr ankommen, kann das darauf hinweisen, dass die Post von Betrügern abgefangen wird. Ebenfalls Obacht ist geboten, wenn die Sicherheitssoftware auf dem Computer beziehungsweise dem Smartphone den Fund von Schadprogrammen meldet.

Im Zweifelsfall empfiehlt es sich, schnellstmöglich alle Login-Daten, Passwörter, Bankkonten und E-Mail-Adressen zu ändern. So verhindert man, dass ein möglicherweise bereits entstandener Schaden noch größer wird.

Muss ich für den Internetbetrug bezahlen?

Zu Recht fordern Online-Händler ihr Geld - schließlich haben sie Waren geliefert, die bestellt und auch angenommen wurden. Heißt das aber jetzt, dass ich für die Kosten, die durch einen Internetbetrug entstanden sind, tatsächlich aufkommen muss?

Nein - zumindest nicht, wenn man nachweisen kann, die Online-Bestellungen tatsächlich nicht getätigt zu haben. Außerdem ist nachzuweisen, dass man im Vorfeld nicht grob fahrlässig gehandelt und etwa persönliche Daten ohne weiteres an Dritte weitergegeben hat oder auf allzu offensichtliche Betrugsversuche hereingefallen ist.

Wie schütze ich mich vor Identitätsdiebstahl?

Am besten beugt man Online-Betrug vor, indem man möglichst keine zu persönlichen Daten von sich in sozialen Netzwerken preisgibt. Außerdem ist es ratsam darauf zu achten, dass wirklich nur Freunde Zugang zu dem eigenen Internetprofil haben.

Um einem Identitätsklau vorzubeugen empfiehlt sich zudem, verschiedene Passwörter für Computer, Tablet und Smartphone zu benutzen und regelmäßig seine Kontoauszüge auf merkwürdige Transaktionen hin zu kontrollieren. Sensible Daten wie Internet-Passwörter, Geheimzahl und Co. sollten nicht im Smartphone oder Handy gespeichert werden.

Nutzen Sie beim Online-Shopping oder fürs Online-Banking außerdem keine öffentlichen WLAN-Hotspots. In die können sich Betrüger nämlich besonders schnell und leicht hacken und so sensible Daten abfragen. Empfehlenswert ist außerdem ein Programm, das mich über jede Bestellung, die im Internet in meinem Namen getätigt wurde, informiert - zum Beispiel www.schufa-identsafe.de

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