Ratgeber

Teufel Boomster

Wurzelbehandlung: die Wiedergeburt des Ghettoblasters

Eine kleine Geschichts-Stunde vorweg: seit Ende Siebziger, Anfang der Achtziger Jahre war die mobile Selbst- und Fremdbeschallung eine Sache der Ghettoblaster, die besonders im aufkommenden HipHop eine Rolle spielten. Die monströsen tragbaren Geräte mit riesigen Bass-Lautsprechern wummerten an allen Straßenecken, wo die Street Dancer ihre neuesten Moves vorführten. Mit riesigen Batterien betrieben waren die fetten Kisten extrem schwer, die übliche Trageweise direkt am Ohr auf der Schulter war gleichzeitig eine Trainings-Einheit. Ein anderer Name für die klobigen Kisten war Boombox. Ende der Geschichts-Stunde.

Teufel Boomster

Die Berliner Boxenschmiede Teufel hat dem Ghettoblaster ein Denkmal gesetzt: mit dem Boomster soll es wieder von allen Schultern schallen, nur lauter, besser und wenigstens etwas leichter. Statt einem Kassettendeck ist das Smartphone der tongebende Teil. Per Bluetooth 4.0 lassen sich Streams oder lokal gespeicherte Musik auf den Wunderwürfel übertragen.  Was der dann ausspuckt, ist in Sachen Klangqualität den alten Wummerkisten um Lichtjahre voraus.

Teufel to go

Teufel Boomster Batteriefach

Das pechschwarze Gerät ist für den Inneneinsatz ebenso geeignet wie für Draußen. Je zwei Hoch-  und Mitteltöner sowie ein Subwoofer können erstaunlich fett aufspielen. Aber die Klangcharakteristik ist heute eben nicht mehr auf den Basskeller getrimmt, der Boomster kann von 50 bis 20.000 Hertz ohne Einbrüche das gesamte Klangspektrum abbilden. Die Menge an Bass im Klangbild ist in fünf Stufen regelbar. Ansonsten sind die Bedienungselemente minimal gehaltene Sensortasten, ein Display gibt es nicht. Bei dem eingebauten UKW-Radio kann man drei Stationen abspeichern, eine Wurfantenne ist aufgerollt im Gehäuse verstaut. Es gibt drei Anschlüsse für Strom, 3,5 Millimeter Stereoklinkenstecker und USB, die alle hinter wasserdichten Gummiklappen verborgen liegen. Das ist nur eines der durchdachten Details für einen Outdoor-Einsatz des Boomster. Der Akku hält auch bei langen Outdoor-Party-Einsätzen, laut Hersteller bis zu 16 Stunden. Doch auch dann kann Teufels Boombox noch mit normalen AA Batterien oder per Autobatterie weiter betrieben werden. Nach nur drei Stunden Ladezeit ist der Akku wieder voll.

Das steckt Teufel ins Detail

Bei allem Purismus im Design hat der Boomster noch ein paar Special Effects zu bieten: Über den USB Anschluss kann man ihn als Powerbar für Smartphones und Tabletts missbrauchen. Durch ein eingebautes Mikrofon ist er auch als Freisprecheinrichtung nutzbar, bei eingehenden Anrufen wird die Musik automatisch unterbrochen. Mit der NFC Technik verbinden sich Smartphone und Boomster in Windeseile. Soviel komprimierte Technik hat allerdings auch ihr Gewicht, die relativ kleine Teufelskiste wiegt 3,5 Kilo. Das ist allerdings wesentlich weniger als die ursprünglichen Großgeräte der Achtziger. Ein stabiler Tragegriff aus schwarzem Aluminium ist oben eingebaut, die klassische Schulterhaltung ist mit dem Boomster ebenfalls möglich. 

Fazit: Teufel hat die mobile Beschallung der Vergangenheit in die Gegenwart gebeamt und für die Zukunft fit gemacht. Der Boomster ist ein Hingucker und ein Hinhörer für draußen und drinnen. 

Lieferumfang

  • 1 x BOOMSTER
  • 1 x Netzteil für BOOMSTER
  • 1 x Akku für BOOMSTER 

Abmessungen

Tiefe 14,50 cm
Breite 37,00 cm
Höhe 18,00 cm
Gewicht 3,35 kg
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